Realgymnasium Rämibühl Zürich

Comics von Isabelle Stevenson (1c), Ekaterina Nenádovics (1a), Yuanli Hu (1a), Lea Kesic (1a), Julia Savicic (1c) und Jeta Shkreli (1c)

Wir machen Corona-Geschichte!

Die hier veröffentlichten Texte sind im Rahmen eines Geschichtsprojekts mit den Klassen 1a und 1c in den drei Wochen vor den Frühlingsferien entstanden (23. März bis 9. April 2020). Ziel des Projekts war es, eine Chronik in dieser aussergewöhnlichen Zeit des Lockdowns zu schreiben. Die beiden Klassen haben also gewissermassen ihre eigenen Quellen "gemacht".

In Vierergruppen haben die SchülerInnen einerseits abwechselnd einen kurzen Tageseintrag verfasst, andererseits zwei längere Beiträge geschrieben oder gezeichnet (Comics).

Den Inhalt der Beiträge konnten die SchülerInnen frei wählen. Wichtig war einfach, dass sie das Thema selber spannend finden und es für sie für diese Zeit des Lockdowns von Bedeutung war. Demensprechend konnten die Beiträge mit "Corona" zu tun haben, mussten das aber nicht. Die Beiträge decken eine sehr breite Themenvielfalt und zeigen einerseits was für Auswirkungen der Lockdown auf die SchülerInnen und auf uns alle hatten aber auch was auf nationaler und internationaler Ebene geschehen ist.

Eine Auswahl dieser sehr spannenden Beiträge können Sie jetzt auf dieser Seite lesen oder anschauen. Von jedem Schüler/jeder Schülerin ist einer von den zwei langen Beiträge auf dieser Seite zugänglich. Nach den Sommerferien werden die Klassen dann ihre Chroniken ans Sozialarchiv Zürich übergeben.

Die Texte der Schüler*innen wurden nach thematischen Schwerpunkten geordnet.

Ashkira Darman, Geschichtslehrerin am RG

Alltag

Ausserordentliche Lage

von Ana Petkovic (1c)

«Die Lage ist ernst, aber kein Grund zur Panik», vielen ist die Corona Krise sehr wohl bewusst, jedoch gibt es einige Menschen, die diese aussergewöhnliche Situation nicht so ernst nehmen, wie sie eigentlich sollten. «Viele Personen haben es immer noch nicht begriffen. Sie fühlen sich gesund, treffen sich weiterhin mit anderen und gefährden damit sich und ihre Mitmenschen.», sagte Regierungspräsident Paul Winiker. Das zeigt ein Beispiel einer Situation im Supermarkt; einige Leute haben sich in Grüppchen zusammengetan und angefangen kleinere Gespräche zu führen, obwohl jeder dazu aufgefordert war, so schnell es geht den Einkauf zu erledigen. Einige fingen sogar an zu husten. ohne die Hand vor den Mund zu halten. (teilweise husteten sie auch ins Essen) Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht. Wir wollen alle, dass diese Krise bald ein Ende hat, das geht aber nur, wenn sich alle an die Regeln halten.

Für viele kommt Homeoffice und Homeschooling überraschend, was aber auch selbstverständlich ist. Jedoch glaube ich, dass die meisten schon ahnen konnten, dass sich etwas verändern wird (was die Schulen und Arbeit betrifft). Doch keiner konnte am Anfang wirklich realisieren was gerade geschehen ist. Inzwischen haben sich aber alle eingelebt.

Es gibt zwei Arten von Menschen;

1. Die, die unbedingt wieder zur Schule wollen, um Freunde wiederzusehen, da ihnen todlangweilig ist.

2. Die, die es total toll finden, nicht mehr (im Moment) zur Schule gehen zu müssen und länger schlafen zu dürfen.

Viele nehmen, jedoch positive und negative Erfahrungen, aus dieser ausserordentlichen Lage mit.

Es ist schön zu hören, dass viele Menschen am 20.3.2020 um 12:30 Uhr auf die Terrassen gingen und angefangen haben zu klatschen. Denn sie machen das für die Ärzte, die sich so gut um die Infizierten kümmern. Das ist sozusagen ein kleines Dankeschön. Diese Geste macht den Ärzten viel Mut und sie freuen sich sehr darüber. Denn für sie, ist es momentan alles andere als leicht. Sie bekommen täglich, viele neue Patienten und die Spitäler stehen kurz vor dem Kollaps. Wir können uns aber auf unsere Ärzte verlassen, denn sie machen ihre Arbeit wirklich sehr gut.

Helfen können wir, indem alle zu Hause bleiben, die Hände gründlich waschen und in die Armbeuge niesen/husten.

Kurzer Überblick über das gewählte Thema: Auswirkungen von Sars-CoV2

von Vincent Zhang (1c)

Das Sars-CoV2 oder auch Coronavirus genannt, ist ein internationaler, schrecklicher Virus, der schon für mehr als nur normalen Ärger gesorgt hat. Seit die WHO (World Health Organisation) die weltweite Pandemie erklärt hat, sind bereits genau 14 Tage vergangen.

Die Angst verbreitet sich mehr als nur rasch. Bei den Menschen aus China ist das Virus nach ungefähr 2 Monaten endlich verschwunden, wobei es hier in der Schweiz erst angefangen hat mit dem Virus. Der Flyer «So schützen wir uns» ist bereits drei Mal erweitert worden. Die Schulen wurden am Freitag 13. März 2020 schweizweit geschlossen. Die Grenzen sind schon fast alle zu, nur Lebensmittelläden, Kioske, Tankstellen, Take-away Ketten und Apotheken dürfen noch offen haben.

Allgemein:

Leere Bahnhofstrasse, leere Trams, leere Busse, leere Regale, leere Strassen und leere Geschäfte. So sieht es im Vergleich zu früher aus. Man hat Angst, angesteckt zu werden. Da es eine Tröpfcheninfektion ist, sollte man darauf achten, Menschen nicht zu nahe zu kommen, denn falls die infiziert sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man das Virus auch hat, ziemlich gross. Man sollte nichts ohne Grund anfassen, denn das Virus kann am Metall bis zu drei Tage überleben. Das BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der Bundesrat wollen noch keine Ausgangssperre für die Schweiz. Viele Leute wollen jedoch endlich eine Ausgangssperre, weil das Nachbarland Frankreich eine deutlich sinkende Zahl an Infizierten aufweist, seitdem sie dort eine Ausgangssperre haben. Einfach unglaublich was die meisten Schweizer machen, wenn sie Angst haben. Vor einer Woche sind fast alle Regale in den Lebensmittelgeschäften leer gewesen. Sehr viele Leute machen Hamsterkäufe. Man will nicht jeden Tag und sogar nicht mal pro Woche einmal in den Laden gehen, um etwas zu kaufen. Deshalb macht man statt Wocheneinkäufe jetzt neu, Monatseinkäufe. Gefragt sind vor allem Lebensmittel mit langer Haltbarkeit. Doch innerhalb sehr kurzer Zeit, sind die Läden wieder voll mit Lebensmitteln. Auch in den Läden gelten strenge Regeln. Je nachdem, wie gross der Laden ist, dürfen auch nur eine bestimmte Anzahl Menschen gleichzeitig im Laden sein. Aus dem Grund, dass zu viele Menschen Hamsterkäufe machen, hat die Migros (einer der grössten Detailhändler der Schweiz) entschieden, dass sie keine Aktionen mehr haben. Dies ist aber nur bei der Migros der Fall. Die meisten Lebensmittelgeschäfte haben tonnenweise an Toilettenpapier, Konserven, Pasta usw. bestellt. Das BAG rät zwar von vielem ab, wie z. B Hamsterkäufe, Treffen ausserhalb der Familie, usw. Aber da das Volk Angst hat, ist das Einhalten der Abratungen nicht sehr oft der Fall. Die ÖVs sind schon fast leer. Apotheken werden überrammt, weil die Menschen Desinfektionsmittel, Schutzmasken und normale Schmerztabletten oder Medikamente wollen. Schutzmasken sind bereits sehr gefragt, genau wie Desinfektionsmittel. Man sieht aber trotzdem viele Leute mit Atemschutzmasken auf den Strassen herumlaufen. Im Vergleich zu früher sind viel weniger Menschen auf den Strassen und viel weniger Leute, die arbeiten. Manche machen einen riesigen Bogen um Leute, die einfach niesen, was eigentlich ganz normal ist, denn es ist nicht nur Grippesaison, sondern auch noch Pollensaison. Manche schauen sofort zu Boden, sobald irgendjemand vorbeikommt. Es kommt auch vor, dass man Slalom um die Menschen macht. Die allermeisten bleiben zu Hause, das zeigen die Daten von Swisscom. Swisscom macht das im Auftrag vom Bundesrat, denn falls zu viele Menschen nicht zu Hause blieben, würde es vielleicht eine Ausgangssperre für die Schweiz geben. In der ganzen Schweiz es ist ruhiger geworden. Den meisten ist langweilig, aber rausgehen, um sich die Langweile zu vertreiben, machen nur die Wenigsten.

Von meiner Seite her:

In meiner Familie haben wir auch einen riesigen Vorrat an Reis. Wir waschen uns regelmässig die Hände. Aber nicht wie manche, die nur noch zuhause bleiben, treibt unsere Familie viel Sport. Meine Mutter sagt, dass Sport auch sehr wichtig sei. Wir fahren im Wald Fahrrad und spazieren auch in unserem Dorf. Ich habe in der Klasse kurz gefragt, wie viel Angst ihre Familien haben. Die eine Familie ist direkt in die Alpen gefahren, denn dort haben sie ein Ferienhaus. Eine andere Familie bleibt jetzt den ganzen Tag zu Hause, was meiner Meinung nach nicht sehr gesund ist aber hilfreich, um das schreckliche Virus endlich zu stoppen. Was mich ein bisschen sehr aufregt ist, dass manche Leute jetzt Rassismus gegenüber den Chinesen zeigen. Einmal bin ich mit meiner Familie in ein Einkaufszentrum gegangen. In der Migros traf ich eine Frau, die wollte eigentlich in die Joghurtabteilung, doch da ich von dieser Abteilung in ihre Richtung lief, rannte diese Dame weg. Das find ich ein bisschen sehr übertrieben. Denn am meisten infiziert sind jetzt nicht mehr die Chinesen. Die WHO hat gesagt, dass jeder und jede auf dieser Welt angesteckt werden kann. Man sollte also nicht denken, dass die Chinesen eine höhere Ansteckungsrate haben. Es ist ganz komisch, dass manche vor mir wegrennen, als ob ich ein Gespenst wäre. Nun für mich ist das eine Art Beleidigung, aber dagegen kann man halt leider nichts unternehmen.

WIRD MAN NOCH EINKAUFEN GEHEN KÖNNEN?
von Allyson Schwab Rodriguez (1c)

Die Coronakrise bringt vieles durcheinander. Unter anderem auch die Läden. Vor kurzem wurden alle Geschäfte geschlossen, ausser die Lebensmittelgeschäfte und Apotheken, damit die Verbreitung des Virus verlangsamt wird. Dies hat aber weitreichende Folgen, da vielen Leuten gekündigt worden ist und sie nun nichts mehr verdienen können. Zum Glück finanziert der Bund 20 Milliarden Franken, um somit die Bevölkerung zu versorgen, um nicht in den kompletten finanziellen Notstand zu kommen. Seit dem Sonntag, 22.03.2020, wurde es den Lebensmittelgeschäften und Apotheken erlaubt, sonntags offen zu bleiben. Bis auf weiteres dürfen nur diese Geschäfte offenbleiben. Nach den Massnahmen sollen ältere Leute, Erkrankte und die mit einem schwächeren Immunsystem so gut es geht zuhause bleiben. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie es in den Läden ist. Am Eingang und Ausgang gibt es Ständer mit Desinfektionsmitteln und Zettel, die darum bitten, sich die Hände zu desinfizieren. Bestimmte und vor allem haltbare Lebensmittel werden täglich leergeräumt. Klopapier und weitere Hygieneartikel sind auch sehr beliebt. Neu ist es auch, dass sie in allen Läden eine Aufsichtsperson haben, die schaut, dass alle zueinander Abstand halten und dass nicht zu viele Leute auf einmal im Laden sind. Oft wird die Anzahl Personen gezählt, die in den Laden rein und rausgehen. Manche Läden kleben sogar Streifen auf den Boden mit ca. 2 Meter Abstand. Auf den Gestellen kleben auch Zettel, auf denen steht: “Bitte maximal 4 Packungen pro Produkt und Person kaufen”. Als ich all das gesehen habe, fühlte ich mich wie in einer irrealen Welt. Viele ältere Leute sagen auch, dass sie solche Verhältnisse seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt haben. Leute, die nicht rausgehen wollen, lösen das Problem mit dem Einkaufen, in dem sie die Nachbarn oder Verwandte und Freunde bitten, für sie einkaufen zu gehen. Viele Freiwillige wandern auch von Haus zu Haus, um den Leuten Angebote für das Einkaufen zu machen, natürlich umsonst. Da ich ältere Nachbarn habe, habe ich sie gefragt, wie diese Krisensituation für sie ist. Meine 83-jährige Nachbarin geht selbst nicht mehr in Lebensmittelgeschäfte, ausser in die Bäckerei. Die Nachbarn bringen ihr gerne etwas mit, wenn sie einkaufen gehen. In der Bäckerei muss man selbstständig Abstand halten, schauen dass maximal zwei Leute auf einmal im Laden sind und man darf dort nicht bleiben, also keinen Kaffee trinken oder dort essen. Sie sagt, man wisse aber nie ob die Polizei plötzlich da sei und kontrolliere. Sie hat auch Respekt vor den Vorschriften, das heisst, sie vermeidet es, sich mit Leuten zu treffen und raus oder einkaufen zu gehen. Sie ist selber gesund, aber sie will nicht das Risiko erhöhen, andere, die draussen sind, anzustecken. Wenn sie zur Bäckerei geht, fühlt sie sich komisch, da sehr wenige Leute auf der Strasse sind und die Stimmung sehr angespannt ist. “Im Laden soll man Stoffhandschuhe anziehen und darüber einen Plastiksack, um Schalenfrüchte zu nehmen, da der Virus auf Stoff weniger lang überlebt als auf Plastik. Danach kann man den Plastik entsorgen und die Frucht muss man ja sowieso schälen, also ist der Virus höchstwahrscheinlich nicht darauf. “ Dies ist ihr Tipp. Onlineshop Betriebe nehmen auch viel Geld ein, da sie viel mehr Bestellungen bekommen als sonst. Am beliebtesten sind Hygieneartikel sowie Desinfektionsmittel und Alkohol, welches man zum Desinfizieren benutzt. Leider nutzen viele Händler diese Situation aus, um viel Geld zu verdienen, und erhöhen die Preise. In meinem Quartier Höngg, hat es eine kleine Apotheke, und die Personen stehen auch draussen mit grossem Abstand an, da nur 3 Personen auf einmal im Laden sein dürfen. Als meine Mutter einkaufen ging, spielte sich eine kleine Szene in der Warteschlange ab. Ein Mann stand sehr nahe hinter einem anderen Mann und dies gefiel dem Mann nicht so sehr. Er fragte ihn höflich, ob er nicht ein wenig mehr Abstand halten könnte, aber die Reaktion des Mannes war nicht wie erwartet. Er fing an, den Mann zu beleidigen und so lief das etwa fünf Minuten lang. Einige Leute nutzen die grossen Abstände in der Warteschlange auch aus, um zu drängeln. Ich finde dieses Verhalten sehr unnötig, weil wir in einer Krisensituation zusammenhalten sollten und nicht das Verhalten der anderen nutzen, um selbst zu profitieren. Ich finde es sehr merkwürdig, wenn ich in einem Einkaufszentrum bin und nur die Lebensmittelbetriebe offen sind. Meine Mutter sagt, dass sie sich, wenn sie Einkaufen geht, wie auf der Jagd fühlt, da viele Produkte schnell ausgeräumt sind und dann muss man von Laden zu Laden gehen, um die gewünschten Einkäufe zu machen. Bereits früh am Morgen gibt es viele Menschen, die einkaufen gehen, somit leeren sich die Regale schnell. Von meiner Mutter weiss ich, dass wenn ein Arbeiter im Laden mit einer grossen Packung neuer Ladung kommt, um die Gestelle aufzufüllen, ihm die Menschen die Produkte schon aus der Packung reissen. Nach einem kurzen Gespräch mit einer Arbeiterin im Denner, weiss ich, dass die Geschäfte alle genug Essen im Vorratsraum haben, aber da alle wie ein Sturm kommen und alles kaufen, haben sie keine Zeit, nachzufüllen. Deswegen denken viele Personen, dass es kein Essen mehr geben wird. Essen gibt es aber genug! Die Leute kaufen die “Basisprodukte”, wie Mehl, Zucker, Hülsenfrüchte, Pasta, allgemein lang haltbare oder eingefrorene Produkte, sowie Fleisch, Fisch und Gemüse, damit sie für längere Zeit genug Essen zuhause haben und nicht immer einkaufen gehen müssen. Frisches Essen gibt es aber genug, da man es nicht lange aufbewahren kann.

Corona-Krise in der Woche vom 23.3.-29.3.
von Louis Baumann (1a)

Ich, Louis Baumann, habe ein Interview mit dem Geschäftsführer des Coop Männedorf, Herr Bucher, über den Einfluss der Corona Pandemie auf seine Filiale geführt:

Ich: Vielen Dank, dass sie sich Zeit genommen haben, um mit mir ein Interview zu führen. Fangen wir gleich mit den Fragen an.

Ich: Welche speziellen Massnahmen haben sie wegen dem Coronavirus getroffen?

Herr Bucher: Wir haben diverse Informationen bekommen, wie wir uns verhalten sollen. Zum Beispiel, dass wir unseren Kunden sagen müssen, dass sie beim Warten Abstand halten, dass sie an einem bestimmten Ort warten und danach die Waren aufs Band legen sollen. Wir müssen den Kontakt mit den Kunden so kurz wie möglich halten. Ausserdem müssen wir vom Bund aus Eintrittskontrollen durchführen. Anstatt Sitzungen haben wir jetzt Telefonkonferenzen. Wir tauschen uns anstatt 1Mal pro Woche 3Mal aus, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Ich: Haben sie so einen Kaufdrang schon einmal erlebt?

Herr Bucher: Nein, in meiner Lehre gab es an Weihnachten und Ostern zwar auch einen grossen Andrang, doch jetzt ist es noch ein klein wenig mehr.

Ich: Verstehen sie die Leute, die Hamsterkäufe machen?

Herr Bucher: Ich verstehe, dass eine gewisse Panik dank den Medien vorhanden ist und die Leute dann mehr kaufen.

Ich: Bekommen sie oft Reklamationen, weil die Gestelle zum Teil leer sind?

Herr Bucher: Nein, die Leute haben sehr viel Verständnis, dass wir manchmal mit dem Nachfüllen nicht nachkommen.

Ich: Haben sie selbst auch mehr Lebensmittel gekauft als sonst?

Herr Bucher: Nein.

Ich: Was würde passieren, wenn keine Lebensmittel vom Ausland mehr hierhergebracht werden könnten?

Herr Bucher: Die Firma Coop hat eine gute Infrastruktur. Es gibt viele Lieferanten in der Schweiz. Zusätzlich hat Coop auch eine eigene Produktion, die sich in Schafisheim (Aargau) befindet. Früchte und Gemüse kommen oft aus dem Ausland. Darum sind die Mengen etwas reduziert. Aber eigentlich ist es nicht möglich, dass nichts mehr geliefert werden kann.

Ich: Welche Ware verkauft sich im Moment am besten?

Herr Bucher: Toilettenpapier (lacht).

Ich: Welche Auswirkungen hat das Virus auf ihren Job?

Herr Bucher: Die Hamsterkäufe machen meinen Beruf stressiger. Es kommt viel mehr Ware an und es gibt diverse Verspätungen. Wir dürfen verschiedene Warengruppen, zum Beispiel Blumen, nicht mehr verkaufen. Unteranderem kommen täglich neue Vorgaben des Bundes, welche wir genau studieren und umsetzen müssen.

Ich: Hat das Coronavirus auch positive Auswirkungen für sie?

Herr Bucher: Ja, die Kunden schätzen unseren Job mehr als vor dem Virus.

Ich: Gibt es einen Angestellten oder eine Angestellte, der/die Angst hat zu arbeiten und wie gehen sie damit um?

Herr Bucher: Bis jetzt gibt es noch niemanden, der Angst hat zur Arbeit zu kommen.

Ich: Haben sie Angestellte, die mit dem Virus infiziert sind?

Herr Bucher: Nein, bei Coop gibt es verschiedene Verkaufsgruppen. Unsere Verkaufsgruppe besteht aus 40 Filialen und 800 Angestellten. Bis jetzt hat noch niemand von diesen 800 Angestellten das Coronavirus.

Ich: Mussten sie mehr Personal wegen den verschärften Vorschriften einstellen?

Herr Bucher: Bei Coop gibt es jetzt sogenannte Traidings. Coop Bau+Hobby und Coop City mussten wegen den Vorschriften des Bundes schliessen, darum kommen die Leute, die sonst dort arbeiten zu uns oder zu anderen Filialen.

Ich: Haben sie Angst, dass ihre Filiale in den nächsten Tagen oder Wochen schliessen muss?

Herr Bucher: Wir als Coop haben eine Versorgungspflicht. Daher müssen wir die Filiale nie schliessen. Die einzige Möglichkeit für eine Schliessung wäre, wenn wir die Eingangskontrollen nicht durchführen, oder wenn wir den Sicherheitsabstand von 2 Metern nicht gewährleisten könnten. Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre also, dass die Öffnungszeiten verkürzt würden.

Ich: Denken sie, dass nach der Corona-Krise das Kaufverhalten der Kunden anders sein wird, als vor der Krise?

Herr Bucher: Ja, ich denke, dass die Kunden zu Beginn eher weniger einkaufen, da sie das meiste schon Zuhause haben. Nur bei frischen Esswaren, wird wahrscheinlich gleich viel wie immer eingekauft. Ich denke auch, dass die Kunden durch diese Corona-Krise mehr Verständnis haben, wenn ein Regal leer ist.

Ich: Vielen Dank für das Interview.

Nach dem Interview zeigte mir Herr Bucher den Lagerraum, welcher trotz der Corona-Krise immer noch voll ist. Damit die Kunden auch genug Auswahl haben, kommt zwei Mal pro Tag ein Lastwagen mit neuen Esswaren. Es besteht also keinen Grund zur Panik!

Toilettenpapier … wieso eigentlich ?
von Émile Jetter (1c)

Toilettenpapier…wieso eigentlich? Es ist doch sinnlos, etwas zu kaufen, dass zum Beispiel durch waschbaren Stoff ersetzt werden kann! Stoff essen kann man nicht. Stoff trinken kann man nicht. Stoff hat nicht einmal eine heilende Wirkung. Aber für diesen Zweck leitet er gute Dienste. Ausserdem hat es jeder zu Hause. Wieso wird dann Klopapier gehamstert? Nun gut, Nudeln sind auch gut verbraucht worden. Aber das macht wenigstens noch mehr Sinn. Da merkt man wieder einmal, dass wir Menschen eben doch nicht die Herren über die Natur sind. So ein kleines Virus kann uns schon in enorme Ängste versetzen. Sogar so, dass wir unnötige Sachen kaufen, wie zum Beispiel Toilettenpapier. Aber das ist nicht das einzige. Es gibt auch Einkaufswagen voll mit Desinfektionsmitteln, Fiebermessern oder ähnlichem. Medikamente zu hamstern… das gibt es leider auch. Und es ist das, was am rücksichtslosesten zu hamstern ist. Wenn jemand diese Medikamente dringend braucht, man aber vorher schon alle gekauft hat, wird es wohl Probleme geben. Also: Nur so viel kaufen, wie man braucht, und es ist für alle genug da. Die anderen Menschen werden es dir danken (und dich in der Migros nicht so komisch ansehen).

Nur etwas ist komisch: es werden keine Zigaretten gehamstert. Die sind für viele auch lebensnotwendig…

Einkäufe und Ängste während der Coronakrise
von Shejma Bunjaku (1c)

Einleitung:

Hallo, das bin Ich! Mit diesem Text möchte ich euch etwas über meine Geschichte erzählen. Wir sind gerade im Jahre 2020 und ich hoffe, dass diese Erzählung einmal weitergegeben wird und dass unsere Nachkommen über dieses ungewöhnliche Ereignis Bescheid wissen.

Es geht darum, dass durch das Coronavirus die Gesellschaft in unserer Zeit eine grosse und unerwartete Veränderung erlebt. Das Virus kostete bereits vielen Menschen das Leben und es herrscht hier viel Panik und Angst, denn es sind Hunderttausende auf das Coronavirus positiv getestet worden.

Ich hoffe, dass diese Quelle euch eine Hilfe dabei sein wird, unsere Geschichte zu verstehen und Kenntnisse darüber zu haben.

(Die kursiven Sätze sollten meine persönliche Meinung wiedergeben)

Einkaufen:

Das Einkaufen in Zeiten von Corona ist nicht so einfach, wie sonst. Vor allem ist es für manche Menschen immer noch nicht klar, dass sie einen Abstand von zwei Metern einhalten müssen. Angesichts der Pandemiekrise sei in den Läden mehr los und viele geraten in Angst, da sie meinen keine Vorräte mehr besorgen zu können, weil gewisse Artikel in den Geschäften ausverkauft sind. Um diese Krise zu bewältigen, sollten Ladenöffnungszeiten ausgedehnt und der Warentransport erleichtert werden. Deswegen hat man entschieden keine fixen Tages- oder Nachtzeiten einzuhalten. Das heisst, dass es auch möglich ist die Einkäufe an Sonntagen zu erledigen.

«Ich muss sagen, dass in den Geschäften fast immer Stille herrscht und das meiste ausverkauft ist. Das ist echt unglaublich, aber tatsächlich wahr!»

Einige Leute machen Hamsterkäufe, andere verzichten darauf und kaufen nur das Nötige ein.

Momentan ist es sehr schwer, sich Klopapier zu besorgen, da das den meisten sehr wichtig ist und für die anderen ist dann nichts mehr übrig. Aus diesem Grund haben sich etliche Supermärkte dafür entschieden, dass pro Familie nur eine Packung Klopapier erlaubt ist. «Dies ist wahr, denn man sieht so viele Leute, die mit überfüllten Säcken rumlaufen und von Klopapier ist weit und breit keine Spur. Okay, das war jetzt ein bisschen übertrieben. Ah ja, meine Meinung habe ich vergessen: Also aus meiner Sicht ist die neue Regel gerechtfertigt.»

Ein anderes Problem sind Schutzmasken und Desinfektionsmittel, die noch kaum erhältlich sind. Einige haben kein Problem damit, da sie Schutzmasken eh für unnötig und nutzlos halten.

«Ich muss ehrlich sagen, ich hätte dies nicht erwartet. Also dass es so krass wird, vor allem in diesen Ländern, die stark vom Virus betroffen sind. Da hast du keine Chance, dir Schutzmasken und Desinfektionsmittel zu besorgen»

Die wichtigsten Faktoren, die man beim Einkaufen einhalten muss, sind immer noch: das regelmässige Händewaschen und das Einhalten von zwei Metern Abstand.

Ängste:

Das aktuell grösste Thema, das Coronavirus, verbreitet unter den Menschen Angst und Schrecken. Aus meiner Sicht kann man dies auch mit der Vergangenheit vergleichen, da man damals ebenso Angst hatte, als ungewöhnliche Erfindungen ausfindig gemacht wurden. Heute ist es genau das Gleiche, man hat Angst vor etwas Neuem, was man noch nie zuvor gesehen oder gehört hat. Ich finde man sollte keine Panik machen und sich an die vorgegebenen Regeln halten.

«Ich weiss, es ist gerade eine schwere Zeit, aber sich an diese Regeln zu halten, ist wirklich wichtig, deshalb will ich sagen: Passt auf euch auf!»

Es gibt Menschen, bei denen der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit immer aufs Negative gerichtet ist und wir müssen ihn lenken, sodass sich diese Personen auch mal beruhigen können. Denn wenn man diese Regeln befolgt, ist die Wahrscheinlichkeit kleiner mit dem Virus angesteckt zu werden. Einfach so oft, wie möglich zu Hause bleiben, sich regelmässig die Hände waschen und die Zeit auch ein bisschen geniessen.

«Ich hoffe, dass diese Phase zum baldmöglichsten Zeitpunkt zu Ende geht!»

Corona-Rassismus
von Thibaut Maciag (1c)

Seit Beginn der Ausbreitung des Virus in der chinesischen Stadt Wuhan, werden immer mehr asiatisch aussehende Menschen zum Opfer von Corona-Rassismus. Sie werden gemieden oder von andern komisch angeschaut. Viele werden beschimpft und «Corona-Leute» genannt. Persönlich finde ich es traurig und dumm von denjenigen, die sich so verhalten. Nur weil das Virus in China angefangen hat, heisst das nicht, dass jeder Asiate den Virus hat. Es nervt mich wirklich sehr, dass Leute glauben, dass China, Japan und Asien das Gleiche sind. Asien ist ein Kontinent, wie Europa auch, mit vielen Ländern. Jedes Land ist anders und China ist ein Land in Asien. Japan ist auch ein Land in Asien, aber nicht das gleiche wie China. Wenn mich jemand fragt, von wo ich komme, dann zählen sie sofort alle asiatischen Länder auf, die sie kennen: «Kommst du von China? Indien? Japan? Ach, ich weiss es. Du kommst von Thailand? Indonesien? Pakistan?» So machen sie weiter bis ich ihnen erkläre, dass meine Mutter aus Südafrika kommt, mein Vater Franzose ist und mein Grossvater aus China kommt. Es nervt mich wirklich sehr «du, Japaner» oder «du, Chinese» zu hören. Doch wegen dem Virus ist Rassismus in der Gesellschaft schlimmer geworden. Sprüche wie «ein chinesischer Virus» oder «Coronavirus: Made in China» sind häufig zu hören. Diese Sprüche sind einfach dumm und sehr rassistisch. Der Virus ist nicht dort gemacht worden, er hat dort nur angefangen. Immer mehr Menschen müssen durch das Internet erklären, dass sie nicht den Virus haben, obwohl sie asiatisch aussehen (wie im Bild). Das finde ich genau richtig. So zeigen sie den Leuten, dass sie aufhören sollten und gleichzeitig bekommen andere Opfer auch den Mut und das Gefühl, dass sie nicht allein sind. Dies ist für alle eine schwierige Zeit. Wir sollten einander helfen, anstatt zu diskriminieren. Es bringt einen nicht weiter, andere zu beleidigen. Es kann zum Teil wirklich schlimme Wunden hinterlassen. In dieser Coronakrise müssen wir andere schützen, die älter sind oder ein geschwächtes Immunsystem haben, indem wir im Haus bleiben. Man sollte von jeder Person Abstand halten, nicht nur den asiatisch aussehenden Menschen. Viele Menschen haben Angst und dies kann manchmal zu schlechtem Verhalten führen, aber das ist keine gute Lösung. Man kann nicht einfach andere diskriminieren, weil man Angst hat, das Virus selbst zu kriegen. «Wir haben nichts zu befürchten außer der Furcht selbst». Diese Worte von Franklin D. Roosevelt, dem 32. Präsident der Vereinigten Staaten sind in dieser Situation genau das Richtige. Die Angst macht alles nur noch schlimmer als es schon ist. Man sollte nicht alles in den Medien glauben. Vieles stimmt nicht und sorgt für viel Angst. Aber genau die sollte man nicht haben, denn der Stress könnte zu Gesundheitsproblemen führen. Man sollte versuchen ruhig zu bleiben und gesund. Ich hoffe wirklich, dass mehr Leute sich auf das Wichtige konzentrieren können, anstatt Menschen zu suchen und diese zu schikanieren.

Gesundheit

Covid-19
Von Antonie Müller (1a)

Wer fährt so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind.

Er hat den Knaben mit Mundschutz im Arm,

er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?

Siehst du, Vater, den Virus nicht,

den Covid-19 mit Corona und Schweif?

Mein, Sohn, es ist ein Medien-Streich.

«Du liebes Kind, komm geh mit mir!

Gar hässliche Spiele spiel ich mit Dir.

Atemgeräte gibt’s wenig im Land.

Der Arzt steht mit dem Rücken zur Wand.»

Mein Vater, mein Vater und hörest du nicht

Was Covid -19 mir leise verspricht?

Sei ruhig, bleibe ruhig mein Kind

Beim Tagi säuselt nur der Wind.

«Willst, feiner Knabe, du mit mir gehen?

Ausgangssperren sind nicht schön.

Die Jugend feiert im nächtlichen Schein,

Die Alten schliessen sich ängstlich ein.»

Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort

Corona Viren am öffentlichen Ort?

Das BAG, mein Sohn, dort ist man klug.

Wir waschen die Hände und das ist genug.

«Infiziert wirst du, auch draussen im Wald.

Unterschätz` nicht meine Natur-Gewalt!»

Mein Vater, mein Vater, jetzt steckt er mich an,

Covid-19 hat mir ein Leid angetan.

Dem Vater grauset` s, er fährt geschwind,

er hält in den Armen das hustende Kind,

er erreicht das Spital mit Mühe und Not,

das Kind überlebt und er ist bald tot.

Interview mit der Oberärztin Dr. Christiane Abel

geführt von Anton Michels (1c)

Interview mit Dr. Christiane Abel, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie am Katharinenhospital in Stuttgart, Deutschland vom 3.4.2020

Anton Michels (AM): «Liebe Christiane, herzlichen Dank für ihre Bereitschaft für ein Interview zur aktuellen COVID-19/Corona Krise.«

Dr. Christiane Abel (CA): «Aber natürlich, sehr gerne»

AM: «In Geschichte befassen wir uns derzeit mit dem Thema Covid-19. Du arbeitest ja in einem Spital und betreust auch Patienten, so bekommst du wahrscheinlich auch ziemlich gut mit, wie das so läuft.“

CA: „Soll ich einfach mal von mir aus erzählen oder hast Du Fragen vorbereitet?“

AM: “Ich habe ein paar Fragen vorbereitet, die ich Dir gerne stellen würde.“

CA: „Dann leg mal los.“

AM: „Musst Du jetzt wegen der Corona Krise mehr arbeiten?“

CA: „Ja, ich muss jetzt im Krankenhaus mehr arbeiten und vor allem mehr Nachtdienste machen, weil bei uns auch Kollegen positiv auf COVID-19 getestet werden oder weil Leute in Quarantäne sind. Um alle Aufgaben zu erledigen, brauchen wir momentan mehr Leute auf den neu eingerichteten Intensivstationen und vor allem mehr Notärzte, die Patienten von einem ins andere Krankenhaus verlegen können.“

AM: „Ist eure Klinik überfüllt, oder habt ihr alles im Griff?“

CA: „Wir haben die geplanten Operationen, welche nicht notwendig sind, alle gestrichen, doch Notfälle werden weiterhin operiert. Dadurch haben wir deutlich weniger Patienten, doch wir nehmen viele Covid-19 Patienten über die Notfallstationen auf, so haben wir doch noch viel zu tun.“

AM: „Hast du Angst, dich mit Covid-19 anzustecken?“

CA: „In der Klinik habe ich keine Angst, da wir noch genügend professionelle Schutzanzüge und Desinfektionsmittel haben. Jedoch im Supermarkt zum Beispiel habe ich Angst, daher ziehe ich draussen immer eine Maske auf, auch wenn es albern aussieht. Ich habe auch um meine Familie Angst, da ich zwei kleine Kinder, alte Eltern und einen Mann, der Kontakt mit Patienten hat, habe. Es schaudert mich ein bisschen, dass nette Kollegen plötzlich so anders und ängstlich sind in der Stresssituation. Ganz komisch ist, dass vor den Türen Securitys stehen, welche aufpassen, dass niemand falsches hineinkommt und dass die Patienten ihr Zimmer nicht verlassen.“

AM: „Wie sieht es mit den Kindern und deinem Mann aus?“

CA: „Die Kinder sind nur zuhause und können im Garten spielen, der ältere Sohn hat nun eine Mailadresse und bekommt so seine Hausaufgaben, und der Jüngere ist noch im Kindergartenalter, das heisst er hat keine Aufgaben. Mein Mann hat nun viel weniger Patienten, damit sie nicht zu nahe beieinander sind. Da er weniger arbeitet, kann er zum Glück, wenn ich Nachtdienst habe, auf die Kinder aufpassen.“

AM: „Wie gehst du einkaufen und kaufst du viel ein?“

CA: „Wie gesagt, gehe ich nur noch mit Maske raus, das gilt auch für den Supermarkt. Ich gehe für meine Familie, die alte Nachbarin und für meine Schwiegereltern einkaufen, das dauert ungefähr 3 Stunden. So habe ich keine Pausen mehr, da ich die Arbeit einer Mutter immer noch machen muss und die Lehrerin spiele.“

Interview zum Thema «Psychische Belastung durch Ausgangssperre bei Corona»
von Meret Widmer (1a)

Ich befragte am 25.03.20 meine Tante Tanja Michael, eine Psychologin, in Bezug auf die psychischen Belastungen der Ausgangssperre. Sie lebt in Frankreich, nahe der deutschen Grenze zum Saarland, wo sie arbeitet.

Ich: «In Frankreich ist ja eine Ausgangssperre verhängt worden. Was heisst das genau und wie ist das für dich und deine Familie?»

Sie: «Die Ausgangssperre in Frankreich ist jetzt seit ca. einer Woche in Kraft. Sie bedeutend, dass man nur noch aus dem Haus gehen darf, um zu arbeiten, wenn man einen systemrelevante Beruf hat, um notwendige Sachen einzukaufen, um zum Arzt zu gehen, um pflegebedürftigen Angehörigen zu helfen oder um sich -täglich nur einmal- sportlich innerhalb eines Radius von 1 km um das Haus zu betätigen, maximal eine Stunde pro Tag und zwar alleine oder nur mit Mitgliedern des gleichen Haushalts. Das Ganze ist wahrscheinlich inhaltlich richtig, aber schon anstrengend, weil man den ganzen Tag zuhause sitzt und niemanden, ausser seinen Familienmitgliedern sieht. Für Leute mit einer kleinen Stadtwohnung muss das sehr schlimm sein, wir haben zum Glück einen Garten.»

Ich: »Ist dir langweilig oder hat man noch genügend zu tun?»

Sie: »Langweilig ist mir nicht, eher das Gegenteil, da ich ja weiterhin arbeite, aber auch ständig putzen und kochen muss, da unsere Putzfrau nicht mehr kommt und jetzt alle zuhause essen. Also ich habe im Moment mehr Arbeit als sonst, aber es macht weniger Spass, da ich normalerweise viele Leute treffe, aber jetzt sitze ich die ganze Zeit im Büro am Computer.

Ich: »Ist man gereizter, wenn man die ganze Zeit zusammen mit seiner Familie in einem Haus ist?»

Sie: »Also bei uns ist das noch nicht so, aber es ist in sehr vielen Familien im Moment der Fall. Manche Leute sind jetzt wirklich überlastet. Ich habe ja auch Glück, dass meine Kinder schon Teenager sind und ihre Schulsachen eigenständig erledigen können. Ich habe eine Kollegin im Saarland, die Kinder im Primarschulalter hat und die jetzt sehr im Stress ist, da sie normal arbeitet, kocht und putzt und noch mit den Kindern lernen muss. Das Saarland, Deutschland, hat die gleiche Ausgangssperre wie in Frankreich.»

Ich: »Wie ist es für dich, nicht mehr über die Grenze nach Deutschland zu können?»

Sie: » Für mich persönlich ist das ziemlich seltsam. Ich darf meine Patienten nicht mehr sehen, obwohl es eigentlich eine systemrelevante Arbeit ist, aber die Grenze ist geschlossen. Ich fühle mich einerseits im Haus eingesperrt und anderseits ausgesperrt aus dem Land, was eigentlich mein Heimatland ist. Das ist schon ein sehr komisches Gefühl.»

Ich: »Wie arbeitest du jetzt und geht das gut?»

Sie: »Ich habe Videokonferenzen per App und tätige Anrufe, das klappt gut. Am Anfang war es ein bisschen holprig. Es funktioniert nicht so gut wie «Face to Face Therapie», aber besser als nichts. Wir haben auch Arbeits- und Teammeetings mit Kollegen über Videokonferenzen.»

Ich: «Habt ihr eher mehr oder weniger Patienten?»

Sie: «Eher mehr. Den Leuten, denen es ohnehin schlecht geht, geht es im Moment noch deutlich schlechter. Da muss man den Kontakt eher hochfahren. Zudem haben wir viele neue Patienten. Leider gibt es gar nicht so wenige Familien mit Gewaltproblemen. Diese Probleme nehmen nun zu. Vor der Ausgangssperre waren die Konflikte milder, da die Leute Sport machen und sich treffen konnten. Jetzt hocken sie den ganzen Tag aufeinander, dadurch werden diese Konflikte schärfer. Die Täter haben mehr Zugriff auf die Opfer, da die Opfer weniger Möglichkeiten haben, den Tätern aus dem Weg zu gehen. Die Täter sind zudem schlechter gelaunt und brauchen einen Sündenbock, an dem sie ihre Wut und ihren Frust auslassen können. Die zunehmende Rate an häuslicher Gewalt wird neu auch Familien betreffen, in denen es davor keine gab. Das konnte man schon mehrfach beobachten. Nach z.B. einer Naturkatastrophe, wenn die Leute sich in ihrer Existenz bedroht fühlen, durch Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Verluste, steigt die Rate an psychischen Erkrankungen und die Rate an häuslicher Gewalt massiv an. Die Auswirkungen von Corona in Europa wird man diesbezüglich erst in ca. einem halben Jahr sehen können. In Wuhan, China, gibt es jetzt schon die ersten Statistiken, dass sich die häusliche Gewalt verdreifacht hat und psychische Störungen durch die Decke gegangen sind.»

Ich: »Hat das auch längerfristige Folgen?»

Sie: »Da muss man abwarten. Erstens ist es davon abhängig, wie lange die Krise dauern wird und zweitens kommt es auf die Störungen an. Wenn jemand, der dazu neigt, Alkohol als Emotionsregelungsstrategie zu benutzen, nun aufgrund der Krise zum Alkoholiker wird, dann ist das ein langfristiges Problem, da die Abhängigkeit sich entwickelt hat. Depressionen können sich ebenfalls jetzt entwickeln und verfestigen, hören dann auch nicht einfach wieder auf. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind für manche auch sehr schlimm, weil sie viel verlieren. Das wird nagen an den Leuten. Also nach jeder Naturkatastrophe, also nach jedem grossen Ereignis gibt es deutlich höhere Raten an psychischen Erkrankungen und Gewalt.»

Kurzgeschichte- Ein Tag im Leben unserer Helden

von Marisa Hirschi (1a)

Ein Tag in Pias Leben:

Pia arbeitet schon seit fast 12 Jahren als Ärztin in der Schweiz. Sie arbeitet als Kinderärztin und als sie gesehen hat, dass die Corona-Krise sehr viel Unterstützung braucht, meldete sie sich als Freiwillige um den Erkrankten zu helfen.

Sie arbeitet von 6:00 morgens bis 10:00 abends. Es ist 5:00 morgens und Pias Wecker klingelt, sie macht sich bereit für die Arbeit und macht ihren Kindern noch Frühstück, dann verlässt sie das Haus. Um 5:45 kommt Pia im Spital an, sie hat genau 15 Minuten Zeit, um sich für die Arbeit bereit zu machen. Zu Beginn desinfiziert sie ihre Hände, danach zieht sie einen blauen Anzug über ihre alltägliche Kleidung an. Sie bekommt eine Mundschutzmaske und Augenschutz. Ihre Plastik Handschuhe zieht sie als letztes an.

Sie macht sich auf den Weg zum Desinfektionsraum, Dort läuft sie hindurch und ihr ganzer Körper wird desinfiziert.

Sie macht sich auf den Weg zu den Infizierten. Dort kümmert sie sich um sie. Sie ist müde, aber sie bleibt wach und produktiv, für ihre Patienten, denn ohne Pia hätten ihre Patienten nicht die gleiche Überlebens Chance. Um 9:00 hat sie ihre erste kurze Pause. Pia darf nun ihren Schutz ausziehen, aber sie darf nur allein im Raum sein, da es gut sein kann, dass sie selbst infiziert ist, weil sie sehr viel Zeit mit den Patienten verbringt. In der Pause isst sie ein Sandwich, das sie von Zuhause mitgebracht hat, und trinkt Kaffee, damit sie Energie für den restlichen Tag hat.

Danach arbeitet sie weiter. Um 11:30 kommt ein neuer Patient auf die Intensivstation. Zuerst waren die Ärzte verzweifelt, weil sie keine Betten mehr frei hatten in der Intensivstation, aber zum Glück hat sich ein Patient wenige Stunden später als COVID-Negativ herausgestellt. Deswegen konnte man den Senioren doch noch in die Intensivstation bringen.

Der Rest ihres Tages verlief „Normal“.

Um 13:00 hat sie ihre Nächste Pause, aber sie ist nicht lange genug, um besonders viel zu machen. Danach arbeitet sie weiter. Sie macht noch ein paar kleine Pausen, und dann ist ihr Arbeitstag schon vorbei. Sie kommt um 10:15 zuhause an. Sie duscht und geht ins Bett, denn sie ist sehr müde nach so einem harten Tag.

Gute Nachrichten!
von Diane Courcier (1a)

1. Kanäle von Venedig: Wenn man heute in die Gewässer der Kanäle von Venedig blickt, bietet sich ein überraschender Anblick - nicht nur ein klarer Blick auf das Sandbett, sondern auch auf Schwärme von winzigen Fischen, krabbelnden Krebsen und einer bunten Pflanzenwelt. Unter den strengen Regeln der Selbstbeschränkung Venedigs zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus - alle Reisen außer einer Reise zum Gassigehen mit dem Hund oder zum Futterkauf sind verboten - hat sich die antike Stadt fast über Nacht verwandelt.

2. Coronavirus: Während dieser Coronavirus-Pandemie haben sich viele Menschen zusammengefunden, um sich gegenseitig zu unterstützen. Die Menschen haben sich bemüht, das Leben für andere so normal wie möglich zu gestalten, sind aber immer noch vorsichtig. Viele haben gespendet, um den Ärzten und Krankenschwestern mit der notwendigen Ausrüstung zu helfen, und haben ihr Bestes versucht, zum Wohlergehen der anderen beizutragen. Überall auf der Welt haben die Menschen ihren Ärzten und Krankenschwestern, die ihr Leben für andere riskieren, applaudiert und gedankt. Berühmtheiten wie Rihanna und Arnold Schwarzenegger haben insgesamt mehr als 6 Millionen gespendet. Fussballstar Cristiano Ronaldo finanzierte drei neue Krankenhausflügel für Coronavirus-Opfer und die Firma Amazon spendete 20 Million Dollar.

3. Brände in Australien: Von September 2019 bis März 2020 wurden verschiedene Regionen des Bundesstaates Neusüdwales von Bränden schwer in Mitleidenschaft gezogen. ... Bis zum 4. März 2020 waren alle Brände in Neusüdwales vollständig gelöscht (bis zu dem Punkt, an dem es zum ersten Mal seit Juli keine Brände mehr in dem Bundesstaat gab), und die Brände in Victoria konnten alle eingedämmt werden.

4. Bahnbrechendes Urteil gewährt Frauen endlich gleiche Rechte im indischen Militär.

Trotz der jahrelangen Trauer um die Gesetzgebung und der geschlechtsspezifischen Voreingenommenheit hat der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) Indiens ein Urteil aus dem Jahr 2010 bestätigt, wonach Frauen bei der Auftragsvergabe die gleichen militaristischen Möglichkeiten geboten werden wie Männern.

Home Office

Interview von Sebastian Wyss mit meinem Vater. Er ist in der Finanzbranche tätig.

Was ist für dich Home Office?

Home Office ist für mich, dass ich von zu Hause aus nach dem normalen Arbeitsrhythmus arbeite, via Computer, Telefon und Videokonferenz. Das Gute ist, dass wir zum Glück mit den benötigten Utensilien ausgestattet sind. Es ist wichtig, dass man einen Tagesrhythmus hat, damit man nicht alles an einem Zeitpunkt machen muss.

Was gefällt dir am Home Office?

Es ist eine effiziente Weise zu arbeiten, denn man muss nicht pendeln. Das heisst man kann nach dem Frühstück direkt arbeiten und muss nicht ins Büro fahren. Zudem finde ich ist es effizient den man wird nicht unterbrochen. Man hat trotzdem die Meetings mit den Mitarbeitern bei klaren Zeiten. Dies entweder per Telefon oder via Videokonferenz. So können wir Dokumente teilen.

Was gefällt dir nicht so am Home Office und wie kann man es verbessern?

Der persönliche Kontakt fehlt mit Kunden, Mitarbeiter und so weiter. Aber da denke ich, um das zu verbessern, kann man mit den Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen viel telefonieren. Das ist wichtig, dass man nicht nur via E-mail arbeitet, denn das kann Missverständnisse geben. Ansonsten ist die technische Infrastruktur gut mit E-mail, mit Zugang zu den Dokumenten und so weiter.

Was gibt es für Vor- und Nachteile?

+ : Man reist viel weniger rum. Man spar auch sehr viel Zeit. Mittagessen muss man nicht ein Restaurant oder so suchen, man kann stattdessen einfach was kochen. Man kann auch Sport machen in der Zeit wo man pendeln musste. So kann man sich gut den Tag einteilen. Es ist schön, dass man mehr Zeit mit der Familie verbringt. Wenn man einen Bürojob hat, kann man sehr viel von zu Hause aus machen.

- : Der soziale Kontakt fehlt. Der Austausch mit den Mitarbeitern fehlt auch.

Was ist einfacher, wenn man von zu Hause arbeitet und was nicht?

Man kann sich besser konzentrieren. Man hat den Informationsaustausch mit den Mitarbeitern nicht. Der Nachteil an dieser Situation ist, dass nicht alle von zu Hause arbeiten können, wie zum Beispiel Produktionsbetriebe. Jemand der ein Geschäft in der Stadt hat und keine Umsätze macht, muss immer noch die Miete zahlen


Interview von Livia Schwitter (1c) mit einem Zürcher Anwalt

Heute traf ich mich mit einem Zürcher Anwalt. Ich fragte ihn, wie es ihm jetzt, während der Corona-Zeit, gehe und wie es für ihn ist, noch arbeiten zu gehen.

Ich: « Erst einmal herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Aber kommen wir sofort zum Punkt. Das Leben, das wissen Sie ja, hat sich sehr verändert in kurzer Zeit. Sehr viele Leute gehen nicht mehr ins Büro, sondern machen Homeoffice. Andere Leute können gar nicht mehr arbeiten gehen, wie beispielsweise Coiffeure. Sie sind Anwalt. Sie haben die Möglichkeit Homeoffice zu machen, wollen dies aber nicht. Weshalb?»

Anwalt: «Das ist richtig, ich habe die Möglichkeit, Homeoffice zu machen, kann dies aber auf gewisse Art und Weise doch nicht, da immer ein Anwalt vor Ort sein muss und alle meine Kollegen im Homeoffice sind. Trotzdem will ich sowieso nicht Homeoffice machen, da ich zu Hause keine Möglichkeit habe, in Ruhe zu arbeiten, da ich zwei Kinder habe und meine Frau auch bereits im Homeoffice ist. Wir besitzen auch nur eine sehr kleine Wohnung.»

Ich: «Wie ist es jetzt so bei der Arbeit?»

Anwalt: «Für mich ist das eine spezielle Erfahrung, weil es teilweise seltsam ist, wenn man allein im Büro ist. Man fragt sich immer wieder, ob man nicht träumt. Es fühlt sich einfach so unreal an.»

Ich: «Sie sagen unreal. Ich kann das gut nachvollziehen. Haben Sie noch Sitzungen?»

Anwalt: «Ich habe nur noch Sitzungen per Videokonferenz. So hat man aber das Problem, dass man vorher abklären muss, ob der Anbieter sicher ist. Oder manchmal funktionieren die Schaltungen nicht oder man hat nur ein Bild und keinen Ton. Das gibt manchmal lustige Situationen. Früher war mein Terminkalender immer voll und jetzt plötzlich kann ich jeden Abend mit meiner Familie abendessen. Man merkt aber auch, dass eigentlich vieles auch ohne all die Sitzungen funktionieren würde, da man nur das Nötigste so bespricht.»

Ich: »Fahren Sie mit dem Auto oder mit dem Zug zur Arbeit? Sind noch Leute unterwegs?»

Anwalt: «Ich gehe mit dem Auto zur Arbeit. Ich würde sagen, dass es schon weniger Autos auf den Strassen hat. Aber sie sind nicht menschenleer.»

Ich: «Gibt es etwas, was Sie den Menschen noch mit auf den Weg geben möchten?»

Anwalt: «Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass wir nicht in Panik geraten. Natürlich ist mir bewusst, dass die Situation ernst ist, aber man muss nicht übertreiben. Trotzdem ist mit dieser aussergewöhnlichen Situation nicht zu spassen. Das Ganze ist ernst. Haltet euch an die Abstandsregeln, wascht euch regelmässig die Hände, geht nur, wenn’s nötig ist, nach draussen und für mich eine der wichtigsten Regeln; werdet nicht paranoid. Irgendwann stoppt alles.»

Ich: «Vielen Dank, dass sie sich Zeit für mich genommen haben. Bleiben sie gesund!»

Interview von Linus Vande Vondele (1c) mit seinem Vater

Linus:

„Was ist Ihr Beruf?“

Joost:

„Ich bin Abteilungsleiter im nationalen Rechenzentrum der Schweiz, also CSCS (Centro Svizzero di Calcolo Scientifico), das ist ein Teil der ETH, und da leite ich eine Gruppe, die Software entwickelt. Die Gruppe ist etwa 30 Leute gross und ist teilweise in Zürich und teilweise in Lugano.“

Linus:

„Wie übten Sie ihren Beruf normalerweise aus?“

Joost:

„Meine Arbeit ist sehr viel Management, also ich rede ganz viel mit Leuten, habe viele Gespräche, ich schreibe ganz viele E-Mails und bekomme auch viele E-Mails und habe auch mehr formelle Meetings. Manchmal war es in Zürich, manchmal in Lugano oder auch Weltweit für Projekte, also in Europa oder auch in Amerika.“

Linus:

„Was hat sich mit dem Coronavirus geändert?“

Joost:

„Bei mir hat sich ziemlich viel geändert, also zuerst sind alle Reisen abgesagt worden und ich arbeite jetzt zu Hause wie meine ganze Gruppe. Ich habe dementsprechend ganz viele Videomeetings, also ich bin vielleicht schon mal sechs Stunden am Tag einfach im Videocall und ich rede jetzt mit meinen Leuten über einen Chat, der bei uns Slack heisst. Ich schreibe aber trotzdem noch viele E-Mails und natürlich diese persönliche Gespräche, die ich sonst normalerweise hätte, gibt es jetzt nicht mehr.“

Linus:

„Wann wurden bei Ihnen diese Massnahmen ergriffen?“

Joost:

„Bei CSCS waren wir eigentlich recht früh dabei: Ein Grund ist, dass wir einfach vorausgeschaut haben und diese Entwicklung haben kommen sehen. Ausserdem ist der Hauptsitz der CSCS in Lugano und wir haben auch viele Mitarbeiter, die in Italien wohnen. Also haben wir die Situation in Italien sehr stark mitgekriegt und auch verstanden, dass es zwischen Italien und der Schweiz keine echte Grenze gibt. Es ist ein grosses Gebiet, wo die Leute frei herumreisen. Wir haben also vor etwa vier Wochen damit angefangen, Homeoffice möglich zu machen, oder zu unterstützen und seit ungefähr zwei Wochen sind fast alle zu Hause. Ein paar Leute gibt es noch, die dafür sorgen, dass die Grossrechner, die CSCS betreibt, weiterhin funktionieren, damit die Wissenschaftler weiterhin rechnen können.“

Linus:

„Welche Folgen sehen Sie für ihre Mitarbeiter?“

Joost:

„Also das ist eine interessante Frage: Die Arbeit von meiner Gruppe ist sehr viel Software-Entwicklung. Das ist eigentlich eine Arbeit, die man auch recht gut zu Hause tun kann. Die Leute haben alle einen PC oder einen Laptop von der Arbeit mitgekriegt und haben gute Bildschirme und haben auch die Gewohnheit, die typischen Tools, so wie Chat oder Videokonferenzen, viel zu benutzten. Das hat man auch vorher getan, einfach weil die Gruppe teilweise an zwei Standorten gearbeitet hatte. Aber trotzdem ist es jetzt etwas anders.

Am Anfang haben einige Leute sich eigentlich gefreut. Homeoffice ist eigentlich etwas, das viele Leute in diesem Bereich gerne haben, aber jetzt merken sie auch, dass es etwas schwieriger ist zusammenzuarbeiten. Es funktioniert manchmal gut, aber man vermisst auch ein bisschen seine Kollegen. Wir hatten einmal eine gemeinsame Kaffeepause in einem Videocall, aber das ist natürlich nicht das gleiche. Ich denke, dass viele Arbeiten einfach so gut weitergehen, wie sie vorher gelaufen sind, aber dass es schwieriger werden wird, neue Projekte zu starten. Die Konzepte zu finden, zu diskutieren wie man gehen möchte und ein Teil von den spontanen Interaktionen zwischen Leuten bestehen jetzt weniger. Ich hoffe, das kriegen wir schon hin. Das werden wir auch lernen, wie man so spontan zusammen arbeitet, auch wenn es über Video oder über Chat geht. Ich denke, wenn das Ganze jetzt vorbei ist und wir wieder zur Arbeit gehen, werden wir sehr viel gelernt haben, wie man von zu Hause aus arbeitet; wie man auch asynchron arbeitet, also nicht alle Leute gleichzeitig zusammen arbeiten, aber dass man Arbeiten unabhängig durchführen kann. Ich rate mal, dass das dazu führen wird, dass es mehr Leute in meiner Gruppe geben wird, die auch mal ein oder zwei Tage von zu Hause aus arbeiten, also das Beste von beiden Welten kombinieren, die Leute noch im Büro für vielleicht zwei, drei Tage pro Woche treffen, und zwei, drei Tage von zu Hause aus arbeiten werden.

Politik und Wirtschaft - national und international

Auswirkungen des Coronavirus (Woche vom 23. März)

von Amélie Weil (1a)

Coronavirus. Das Wort, welches im Moment wahrscheinlich jeder Mensch auf der Erde kennt. Die Leute bleiben zuhause, machen Hamsterkäufe und passen auf, niemandem zu nahe zu kommen. Alle hoffen, dass sie bald wieder zu ihrem Alltagsrhythmus zurückkehren können. Doch was wird passieren, wenn das nicht sobald eintreten wird? Was wenn diese Krise längere Zeit weitergeht? Was für Auswirkungen hätte das für unsere Menschheit?

Ein paar Probleme wird es für die Menschen zuhause geben. Viele wurden ins Homeoffice geschickt, aber das Problem dabei ist, dass nicht alle die benötigten Mittel dazu haben. Was wäre, wenn man zwei Kinder hat, die Homeschooling haben und man selbst ist im Homeoffice. Man hat aber nur einen Computer, bräuchte aber drei und muss deshalb immer wieder die Arbeit unterbrechen, um den Kindern auch mal den Computer zu überlassen. Andere Probleme, die auch auftauchen sind, dass Coiffeure geschlossen haben und die Leute sich die Haare jetzt selbst schneiden müssen, das aber noch nie selbst gemacht haben.

Die meisten und grössten Probleme werden aber Firmen haben, die Kleider, Kosmetik, Bücher, usw. verkaufen, da sie ihre Geschäfte schliessen und so keinen Profit mehr machen können. Die Mitarbeiter, die Homeoffice machen können, haben Glück, aber die, die das nicht können (wie z.B. ein Bademeister), bekommen dann auch keinen oder geringeren Lohn. Auch Geschäfte, die gerade erst neu geöffnet haben, werden Probleme haben, weiter zu „überleben“. Die Autobranche zeigt sich auch sehr stark betroffen. In China, dem weltweit grössten Automarkt, sind die Verkäufe seit Virus-Krise um über 90 Prozent eingebrochen. Laut dem chinesischen Automobilverband wurden in diesem Februar nur 4909 Autos verkauft. Zum Vergleich, im Vorjahr wurden im Februar 59.930 PKWs verkauft. Auch Flugzeugfirmen haben ähnliche Probleme mit den Nachfragen. Bei Flugzeugen ist es so, dass sie ihre Flughafenslots einhalten müssen, damit die Firma weiter bestehen kann. Am Anfang sind deshalb viele Flugzeuge ohne Passagiere trotzdem geflogen, bis die Regierung zwischenzeitlich ein neues Gesetz erlassen hat. Jetzt sind fast alle Flüge gecancelt und von der Flotte der Swiss Air sind alle Flugzeuge bis auf sechs im Moment auf dem Platz beim Militär gegroundet. Kleinere Flugfirmen werden sehr wahrscheinlich bankrottgehen und auch einige grössere werden schwer zu kämpfen haben. Edelweiss hat beschlossen, dass es eine Lohnkürzung geben wird und viele andere Fluggesellschaften sprechen auch von Massenentlassung.

Sehr viele Sportveranstaltungen wurden auch abgesagt oder verschoben, bloss auf wann? Die olympischen Spiele sollen auf nächstes Jahr verschoben werden. Die Frage ist bloss; wird es denn nächstes Jahr besser kommen als dieses? Experten sagen, dass es ähnlich wie eine Grippewelle kommen wird. Jetzt im Frühling wird es viele Fälle geben und im Sommer wieder abschwächen. Im Herbst soll es aber wieder stärker werden und wenn man kein Gegenmittel findet, wird das ein paar Jahre so weitergehen. Ich kenne jemanden, der bei seiner Arbeit alle Termine im Moment verschieben muss, aber wenn das so weitergeht, wird er spätestens im Mai alle Termine absagen müssen, weil es sich sonst so aufstauen würde, dass die Firma acht Jahre brauchen würden, um alles wieder aufzuholen.

In dieser schweren Zeit ist es kompliziert sich auf das Positive zu konzentrieren. Deshalb sind hier ein paar Beispiele. Nämlich, dass die Luftverschmutzung in China so weit zurückgegangen ist wie noch nie, da keine Flugzeuge mehr fliegen und viele Fabriken die Produktion eingestellt haben. - Das Coronavirus hat jetzt schon mehr für die Umwelt getan als Greta Thunberg - / - Und nicht vergessen, in China gibt es in der Region Wuhan wieder Luft, die man Atmen und nicht sehen kann! - und ähnliche Zitate kursieren zurzeit im Netz. Manche behaupten auch, dass Mutter Natur sich rächt und wenn wir nach dieser Krise nicht besser werden, kommt nur noch eine grössere Katastrophe.

Politik des Bundesrates

Von Vincent Spiegel (1a)

Immer noch sitze ich hier zu Hause in Quarantäne und der Bundesrat erlässt immer wieder neue Vorschriften. Jetzt wurde sogar der Roteplatz bei uns im Dorf geschlossen, der neue Aldi, der gerade Neueröffnung hat ist auch schon wieder von Hamsterkäufern überrannt worden.

Heute wurde entschieden, dass die Promotion dieses Semester für uns Schüler gestrichen worden ist, denn wir würden sonst nach den Frühlingsferien mit Prüfungen überflutet werden. Dazu wurde gesagt, dass man die Schüler zurzeit nicht zu fest überlasten soll und ihnen Schritt für Schritt beibringen soll, wie sie es machen sollen. Jedoch muss ich sagen, es funktioniert sehr gut bei mir mit allem. In Italien verschlimmert sich die Situation immer mehr. Pflegepersonal ist gesucht, Spitäler sind bald überbelastet und es gibt immer mehr Infizierte. Immer wenn ich raus gehe sehe ich Menschen mit Atemmasken und Einkaufswägen vollgestopft mit Lebensmitteln und Klopapier. Obwohl die Hauptversorgung sichergestellt ist, wie einmal der Bundesrat gesagt hat, gibt es immer noch Menschen die Hamsterkäufe betätigen. Völliger Irrsinn.

Ein Bild, das draußen, Gebäude, fliegend, Wolken enthält.

Automatisch generierte Beschreibung“Bleib Zuhause!”” Stay at home!” Solche Hashtags motivieren auch Jugendliche zu Hause zu bleiben und die Verordnungen des Bundesrats zu befolgen. Oder «WashYourHands «sind auch solche Hashtags. Mein Vater hat auch schon ein Ausschlag an der Hand, weil er so oft die Hände wäscht.

Am 20.3.2020 haben sie entschieden, dass eine Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie machen. Kurz sie wollen 20 Milliarden CHF in die Wirtschaft hineinbuttern.

Weiter wurde seit dem 2. Weltkrieg das erste Mal das traditionelle Sechseläuten, wegen dem Corona-Virus abgesagt.

Die Politik des Bundesrates

von Raphael Jermann (1c)

Während der letzten Wochen hat sich in der Schweiz vieles verändert. So sollte man in der Schweiz nur noch wenn nötig, die Häuser verlassen. Es droht sogar schon ein Lock-Down. Wie die Bundespräsidenten mit dieser ausserordentlichen Lage umgehen, erfahrt ihr im folgenden Text.

Das Coronavirus macht der Bevölkerung viele Probleme, da es sich sehr schnell ausbreitet. Vor zwei Wochen gab es den ersten Coronafall. In der Zwischenzeit gibt es in der Schweiz schon über 10'000 Infizierte.

Finanzwelt & Wirtschaft: Die Wirtschaft ist in den letzten Wochen stark abgestürzt, da unter anderem auch Mitarbeiter einiger Firmen am Coronavirus erkrankt waren. Deswegen verlief der Betrieb langsamer, oder wurde gar eingestellt. Der Bundesrat stellt den Leuten, die wegen der Pandemie kein Einkommen mehr haben einen Betrag von insgesamt 42 Milliarden Franken zur Verfügung, um deren Investitionen zu decken. Erwerbsausfälle, für die es momentan keine Entschädigung gibt, werden durch ein Taggeld ausgeglichen. Wenn ein Unternehmen finanzielle Sorgen wegen des Coronavirus hat, erhält es von der Bank ein Kredit, mit einer Maximalsumme von 500'000 Franken. Dieses Geld ist dafür gedacht, dass die Mitarbeiter weiterhin bezahlt werden können und um Rechnungen zu begleichen. Wenn die Summe unter 500'000 Franken ist, übernimmt der Bundesrat die Verantwortung dieses Betrags, wird die Grenze hingegen überschritten, muss die Bank für 15% des Betrags aufkommen.

Gesundheit: Der Bundesrat möchte die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen, um die Spitäler nicht zu überlasten. Es sollen so wenig Bürger, wie möglich gleichzeitig am Coronavirus erkrankt sein, damit die Spitalbetten nicht ausgehen. Eine Ausrottung ist im Moment so gut, wie ausgeschlossen. Obwohl Covid-19 momentan im Mittelpunkt steht, will der Bundesrat, dass alle nötigen Operationen immer noch gleich durchgeführt werden und alle Patienten, die Hilfe brauchen, diese auch erhalten.

Grenzkontrolle: Die Grenzkontrollen zu Österreich, Deutschland, Frankreich und besonders zu Italien wurden noch mehr verschärft. Wer keinen stichfesten Grund zur Emigration hat (z.B. Arbeit oder Warentransport), darf die Schweiz nicht betreten. SchweizerInnen und Personen mit gültiger Aufenthaltsbewilligung dürfen das Land natürlich noch immer betreten. Die Schweiz und ihre Nachbarländer waren sich einer Meinung, dass der Warentransport weitergeführt werden müsse und es keinen Grund gibt, noch mehr Engpässe zu schaffen.

Ungerechte Behandlung durch den Bundesrat

Interview geführt von Milla Holle (1a)

Ich habe meine Mutter zum Thema ungerechte Behandlung durch den Bundesrat interviewt, da sie beruflich von der Corona-Krise betroffen ist.

Bist Du beruflich von der Corona Krise betroffen?

Ja, als selbständig erwerbende Grafikerin wurden bereits angefangene Projekte auf Eis gelegt und keine weiteren Aufträge kommen rein. Die Familie KNIE ist mein grösster Kunde und sie haben alle laufenden Projekte gestoppt, da sie die Tournee nicht starten konnten und somit keine Auftritte haben. Weitere Kunden haben angekündigte Projekte abgesagt oder keine neuen in Auftrag gegeben.

Wie hast Du Dich gefühlt, als Du erfahren hast, dass Dir kein Geld zusteht, obwohl Du wegen der Corona Krise keine Arbeit hast?

Ich mache mir Sorgen, wie ich mein Geschäft aufrechterhalten und ohne das Einkommen die alltäglichen Kosten bewältigen kann. Da ich vom Bund keinen direkten Beschluss erhalten habe, mein Unternehmen zu schliessen, steht mir zurzeit kein Einkommensausgleich zu. Wie viele andere Kleinunternehmen bin ich auch von der Krise und deren Auswirkungen betroffen. Ich mache mir aber nicht nur Sorgen um die eigene Firmenexistenz, sondern auch um die vieler anderer, welche davon betroffen sind. Trotzdem hoffe ich, dass sich die Krise nicht zu lange hinzieht und wir Zweitbetroffenen auch Unterstützung bekommen. Mein Credo ist es optimistisch zu bleiben und mich umso mehr um Arbeit zu bemühen.

Wie findest Du es, dass sich viele Leute wegen dieser Regel beschweren?

Ich verstehe die Menschen, welche Existenzängste auf Grund der Einkommenseinbussen haben. Die Schliessung vieler Unternehmen und Geschäfte zieht einen Rattenschwanz nach sich, der für viele Kleinunternehmen verheerende Folgen hat. Diese sollten nicht zwischen die Ritzen des Systems fallen, weshalb ich ihre Verzweiflung und die Ängste der Leute verstehe. Es ist eine Frage der Reserve, welche die Unternehmen haben. Jene welche Reserven haben, sollten Geduld haben und den anderen sollte geholfen werden. Das Ganze ist aber so komplex, weshalb viele zu lange warten müssen und dabei Konkurs gehen.

Was erhoffst Du Dir vom Bundesrat?

Ein Beschluss, der nicht mehr lange dauert und der fair für alle ist. Ein Beschluss, der die Kleinunternehmer, welche indirekt von der Krise betroffen sind, nicht ausser Acht lässt. Ich habe zum Glück keine Angestellten, um welche ich mich auch noch Sorgen machen muss. Das würde mich zusätzlich belasten.

Auf was muss man besonders achten, wenn man ohne finanzielle Unterstützung auskommen muss?

Sparsam sein, sich die Ausgaben sorgfältig einplanen, optimistisch bleiben und nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern versuchen nach einer Lösung zu suchen, wie man wieder, oder anders Geld verdienen kann.

Darf man Risikopatienten zur Arbeit zwingen?

von Nathalie Kaufmann (1a)

Risikopatienten, Risikogruppe, Wörter, die zurzeit sehr oft fallen, Wörter, von denen es in Schlagzeilen nur so wimmelt. Vor allem im Zusammenhang mit Corona. Doch wer oder was ist damit überhaupt gemeint und was hat das mit dem Virus zu tun? Risiko bedeutet nichts anderes als: mit einem Vorhaben o. Ä. verbundenes Wagnis, möglicher negativer Ausgang bei einer Unternehmung, Möglichkeit des Verlustes. Das heisst einfach erklärt, Risikopatienten in diesem Fall von Corona werden einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Leute über 65, Menschen mit Vorerkrankungen, geschwächtem Immunsystem oder die, welche Medikamente einnehmen, die die Immunabwehr unterdrücken, bilden diese Risikogruppe. Sie werden einer Gefahr ausgesetzt dem Virus, das sogar tödlich wirken könnte.

Vor knapp drei Wochen hiess es in einer Verordnung des Bundesrates, besonders gefährdete Arbeiter*innen erledigen ihre Pflichten von zu Hause. Wenn dies nicht möglich ist, werden sie vom Arbeitsgeber unter Lohnfortzahlung beurlaubt. All dies stand unter Artikel 10c zu Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.

Doch vor kurzem änderte sich das plötzlich, es war ein neuer Abschnitt zu finden unter 10c, aufgrund der Art der Tätigkeit, die von zu Hause nicht möglich ist, müssen die Arbeitsgeber dafür sorgen, das geeignete Massnahmen eingehalten werden betreffend Hygiene und sozialer Distanz. Das heisst also, Risikopatienten können vom Arbeitsgebern, trotz Risiken zur Arbeit gerufen werden. Wiedersetzen diese sich, droht ihnen im Moment Jobverlust.

Ziemlich verantwortungslos, oder? Menschen, die schon jetzt Probleme haben, da sie jeden unnötigen Kontakt mit der Aussenwelt vermeiden sollten, müssen jetzt einfach arbeiten gehen? Aus Rücksicht auf die Wirtschaft?! Nur weil man sie bräuchte, kann man sie unter Druck setzen und der Gefahr aussetzen. Sie sollen also einfach am nächsten Tag zur Arbeit gehen und weiter machen, obwohl das Virus tödlich für sie sein könnte. Wenn sie sich aber widersetzen, weil ihnen das Risiko zu gross ist, darf der Arbeitgeber sie unter Umständen entlassen. Lächerlich könnte man meinen, ein schlechter Scherz vielleicht, doch es ist momentan offensichtlich so.

Erstaunlich ist, dass diese Änderung vielen nicht aufgefallen ist. Man könnte annehmen, verantwortungsvolle Arbeitgeber würden diese Änderung auch nicht ausnutzen, aber warum gibt es sie dann?

In Bezug auf nicht unbedingt systemkritischen Bereichen wie Baustellen oder an Kassen könnte man vermutlich nur den Kopf schütteln.

Wie wäre es aber bei systemkritischen Bereichen wie in der Pflege, Polizei oder Feuerwehr? Hier erscheint es auf den ersten Blick vielleicht plausibel, Risikopatienten bei Bedarf doch einzusetzen. Aber wer soll das verantworten? Mit welchem Recht darf ein Mensch einen anderen einem unter Umständen massiv erhöhten Risiko aussetzen? Wer entscheidet hier über wen? Wer trägt die Verantwortung? Wer ist schuld, wenn ein Risikopatient erkrankt und wenn möglich sogar stirbt? Der Arbeitgeber oder der Bundesrat oder der Risikopatient selber?

Ist es moralisch wirklich zulässig, dass ein Risikopatient im Extremfall nur die Wahl hat zwischen drohendem Jobverlust und einer realistischen Gefahr für sein Leben?

Oder anders gefragt, warum hat der Bundesrat diese Änderung überhaupt eingeführt? Auf Druck von Wirtschaftskreisen? Warum haben die Medien diese Änderung offenbar weitgehend übersehen oder nimmt man dies einfach in Kauf? Es sind ja Notzeiten?

Natürlich kann man sagen, so dramatisch wird es wohl nicht werden. Aber nochmals, warum dann diese Änderung?


Ausgangssperre aussenpolitisch

von Mattia Koller (1a)

Das Coronavirus (Covid-19) schränkt alle Leute auf der ganzen Welt ein. In vielen, wenn nicht in allen Ländern wurde eine Ausgangssperre eingeführt. Das heisst man darf die eigene Wohnung oder das Haus nicht verlassen. Ein Beispiel: In Frankreich, darf man sein Zuhause nicht ohne ein Formular verlassen, das man ausgefüllt hat und das von den Behörden bestätigt wurde. Wenn man ohne ein solches Formular unterwegs ist, muss man mit einer Busse rechnen. Und die sind nicht besonders günstig. Bei der Ausgangssperre geht es schliesslich darum, andere Menschen zu schützen, die vielleicht ein schwaches Immunsystem haben, die Asthma oder eine Lungenentzündung haben oder eine Form von Herzleiden. Diese Menschen gehören auch zur Risikogruppe. Es gibt immer noch Leute, die das Coronavirus verharmlosen und Partys organisieren. Sie werden mir das sehr wahrscheinlich nicht glauben, aber in Taiwan gab es ein Mann, der in einem Nachtclub, eine riesige Party veranstaltet hat. Als die Polizei informiert wurde, kamen die Beamten und forderten eine Busse von etwa 32`000 Euro. Somit hat er nicht nur sein Bankkonto in Gefahr gebracht, sondern auch die vielen Menschen, die dort waren. Doch diese sind eigentlich auch selbst schuld, weil sie überhaupt an diese Party gegangen sind. Nach diesem Vorfall verschärfte die Regierung von Taiwan die Vorsichtsmassnahmen. Es ist wichtig, dass man jetzt zuhause bleibt, um die Krise schnellst möglich zu überstehen und auch zu überleben.

Das Vorgehen verschiedener Regierungen

Von Maximilian Thiersch (1c)

Die Corona-Pandemie ist ein Ereignis das lange Zeit nicht vergessen gehen wird. Viele Leute werden krank. Das Coronavirus hat bereits 20’000 Menschen das Leben gekostet. Schon jetzt haben Millionen von Menschen ihre Arbeit verloren, da es vielen Unternehmen schlecht geht. Viele Unternehmen werden bankrottgehen, wichtige und auch grosse Ereignisse und Veranstaltungen werden abgesagt und Krankenhäuser sind überlastet. Der UN nach wird COVID-19 die Weltwirtschaft über eine Billionen US-Dollar kosten. Das ist eine eins mit zwölf Nullen! Es ist faszinierend aber schrecklich, dass etwas, was man gar nicht sehen kann, so viel Schaden anrichten kann.

Trotz der vielen Verlusten bietet das Virus jedoch auch eine Gelegenheit, um etwas zu lernen. Für die meisten Regierungen ist dies das erste Mal, dass sie mit einer Pandemie dieser Grösse, oder einer Pandemie an sich konfrontiert wurden. Zu wissen was zu tun ist, wenn eine Pandemie oder eine Katastrophe jeglicher Art auftritt, ist viel wert. Natürlich aber gibt es nicht nur einen Weg, um die Verbreitung dieses Virus zu stoppen. Verschiedene Regierungen gehen auf unterschiedliche Weise vor.

England geht so vor: Schulen und Geschäfte bleiben offen. Die Regierung will, dass das Virus sich verbreitet und Menschen krank werden. Die nicht Gefährdeten werden wieder gesund und sind dann immun. Dies ist wichtig, da die englische Regierung erwartet, dass das Virus im nächsten Winter wiederkehren wird. Die Gefährdeten sollten zuhause bleiben.

Kritik: diese Methode ist sehr unethisch, da sie Menschen von allen Altersgruppen gefährdet. Es ist ausserdem noch nicht klar, ob man dem Virus gegenüber immun ist, wenn man es schon mal hatte. Vielleicht gibt es bis zum nächsten Winter schon ein Heilungsmittel.

Lob: Das ist eine gute langfristige Lösung.

Die chinesische Regierung wollte das Problem anfangs nicht anerkennen und wollten dabei Panik vermeiden. Für sie gab es nur eines gefährlicher als das Virus: die Panik. Aber bald hatten so viele Menschen das Virus, dass man es nicht mehr verbergen konnte. Jetzt wurde es ernst. Erst schlossen sie den Markt indem das Virus angeblich angefangen hatte. Dann schlossen sie ganz Wuhan. Es wurde innerhalb wenigen Tagen ein riesiges Krankenhaus gebaut und tausende von Ärzten von der ganzen Welt eingeflogen. Man musste zuhause bleiben, bekam gratis Medikamente und wurde gratis für COVID-19 getestet.

Kritik: Ärzte wurden für keinen extra-Lohn überarbeitet.

Lob: COVID-19 wurde erfolgreich gestoppt, es gibt in China täglich nur noch ca. 20 neue Fälle. Die 1’500’000’000 Einwohner Chinas mussten kein Geld für die Behandlung vom Virus zahlen.

Die Schweiz ist vom Coronavirus am stärksten betroffen. Sie hat pro Millionen Menschen über 1340 Fälle, wobei China pro Millionen Menschen nur 60 Fälle hat. (Fälle per Millionen Menschen ist eine bessere Zählungs-Methode, da der Ansatz «pro Land» sehr irreführend sein kann.) Die Schweizer Regierung hat die am meisten verwendete Methode, um Viren zu stoppen. Schulen & Geschäfte schliessen und Man soll/muss zuhause bleiben.

Kritik: Nicht die schnellste Methode, um einen Virus zu stoppen. Lob: Sehr effektiv, solange sich alle an die Regeln halten.

Wie überstehen Menschen in Ländern mit ärmeren Verhältnissen die Krise?

von Maria Holinger (1c)

Diese Pandemie wirkt sich wie auf jedes Land, auch auf Bulgarien aus. Im Vergleich zur Schweiz ein eher ärmeres Land, welches über hochqualifizierte Ärzte und Spezialisten verfügt, aber leider nicht so viele Finanzen und entwickelte Technologien wie in der Schweiz hat.

Als die ersten europäischen Länder von dieser Pandemie getroffen wurden, reagierte die bulgarische Regierung sehr schnell. Das erste, was sie tat war, (damit es keine Panik im Volk gab,) eine Ansage zu machen, dass es zu viele Grippefällen von Typ B gab. Damit wollten sie verhindern, dass in der Bevölkerung eine Panik ausbrach. Sie schlossen alle Schulen und Kindergärten landesweit. Allen war bewusst, dass dies prophylaktische Massnahmen gegen den Corona Virus waren. Zwei bis drei Wochen später entdeckte man den ersten COVID-19 erkrankten Bürger und die Pandemie wurde weltweit ausgerufen. Dann gab der Ministerpräsident eine Pressekonferenz und erklärte, dass dem Land eine schwere Zeit bevorstand und es Bulgarien wie auch den weiterentwickelten Ländern schwerfallen würde, mit dieser Pandemie klar zu kommen. Deswegen müsse man jetzt strengere Massnahmen ergreifen: Man wurde dazu aufgefordert, zu Hause mit (je nachdem) Homeschooling oder Homeoffice weiterzufahren. Alle Geschäfte, ausser Apotheken und Läden, wurden geschlossen. Man forderte die Bürger dazu auf, zu Hause zu bleiben und den Kontakt mit anderen Menschen zu meiden. Ausserdem wurde ein Gesetz formuliert, welches den Menschen untersagt, sich während dieser Pandemie ziellos auf den Strassen herumzutreiben. Wer gegen dieses Gesetz verstösst und nicht auf dem Weg zu einer Apotheke oder einem entsprechenden Laden ist, wird mit einer Busse von 5'000 лв (leva) gestraft. Dies sind circa 3'500 Schweizerfranken. Genauso ist es den Bürgern untersagt, die eigene Stadt, die sie bewohnen, zu verlassen. Anfangs wurde eingeführt, dass man obligatorisch eine Schutzmaske tragen musste, wenn man das Haus verliess. Aber da es einen Mangel an Masken gibt und nicht für alle Bürger da sind, liess man nur noch eine Empfehlung stehen, die Masken ausserhalb des Hauses zu tragen. Da ältere Personen über 60 Jahre zur Risikogruppe gehören, führte man ein, dass es zwischen 8.00 und 10.30 Uhr nur solchen gestattet ist einzukaufen.

Natürlich gelten auch in Bulgarien die weltweiten Empfehlungen zu Hause zu bleiben, Abstand zu anderen Menschen zu halten und die Hygienemassnahmen zu befolgen.

Zwei Erdbeben in Zagreb der Stärke 5.4 und 5.0.
Santiago Friedli (1a)

Zwei Erdbeben in Zagreb haben um 6.24 Uhr und 7.01 Uhr die Menschen um und in Zagreb erschüttert! Alles wackelte, es fielen Ziegel von den Dächern, die sowohl Autos als auch Menschen verschütteten. Auch Krankenhäuser wurden schwer beschädigt.

Ja, die Natur hat wieder mal zugeschlagen und das nicht auf eine leichte Art!

Zurzeit des ersten Vorfalls waren die Strassen vorerst leer. Es war Sonntag, der 22.03.2020, um 6.45 Uhr. Die Zeit, in der sich die meisten Menschen auf die Arbeit oder auf einen Schultag vorbereiten würden. Von einem Augenblick auf den anderen jedoch rumpelte der Boden unter den Anwohnern Zagrebs, die Leute stürmten panisch auf die Strassen und Häuser stürzten in sich zussamen, wie kleine Kartenhäuschen. Sogar das Wahrzeichen Zagrebs wurde beschädigt; eine der zwei Turmspitzen stürzte von über 100 Meter Höhe auf den Boden. Eine Viertelstunde später, um 7.01 Uhr ereignete sich dann schliesslich das zweite Beben an diesem Tag und gab dem ganzen Horrorszenario den finalen Schliff.

Doch auch die Menschen wurden nicht verschont. Die Beben zerstörten Krankenhäuder, die Patienten mussten in Sicherheit gebracht werden. Überall auf den Trümmern gab es Verletzte und man barg ein fünfzehnjähriges Mädchen, welches schwer verletzt unter den Trümmern lag und später in einem Spital um ihr Leben kämpfte. Sie unterlag letzthin ihren Verletzungen und starb zwei Tage darauf.

Alle Besitztümer wurden zerstört, die einzigen Geräusche, die man hört, sind die Feuerwehrfahrzeuge und die Krankenwägen, welche ständig mit Blaulicht durch die Innenstadt rasen.

Doch auch etwas anderes bleibt in der Stadt Thema: „COVID-19“

„Ja, stimmt“, werden Sie jetzt sagen, „Corona gibt’s ja auch noch!“ Ja, da haben Sie vollkommen recht und genau das hat jetzt nun auch zu einer kleinen Krise in der Regierung Kroatiens geführt. Die Politiker fordern die in Panik verfallenen Bürger der Stadt Zagreb weiterhin auf, mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Mitbürgern und Mitbürgerinnen zu bewahren.

Doch leider erhält dieser verzweifelte Aufruf zurzeit nicht viel Gehör bei den Kroaten. Weitere Vorfälle sind noch nicht bekannt, in denen das Coronavirus im Zusammenhang mit dem Erdbeben steht. Wir werden Sie dennoch auf dem Laufenden halten!

Exit Strategien in der Corona-Zeit (Woche vom 30. März)

von Adam Klein (1c)

In dieser Zeit des Ungewissen weiss ich eines. Das normale Leben wird irgendwann wieder weitergehen. Ich frage mich jedoch WIE? Wie will man von einem „Lock-down“ einfach so wieder in das normale Leben zurückfinden? Das ist noch nicht bestimmt. Es gibt zwar schon Ideen. Aber es ist noch nicht klar, welche Strategie am Schluss gewählt werden. Zum Beispiel will die SVP alle Läden am 19. April wieder öffnen1. Dieser Plan ist für mich nachvollziehbar, denn dann würde es der Wirtschaft besser gehen. Die Zahl der Infizierten spricht aber dagegen. Auch wenn es vielleicht nicht der 19. April sein wird, könnte es, gemäss Paul Romer (Nobelpreisträger in Wirtschaft und Professor an der NYU) sein2, dass die Geschäfte wahrscheinlich so früh wie möglich wieder geöffnet werden. Er sagt, es gehe um „health or wealth“. Damit ist gemeint, dass ein längerer „Lock-down“, der Wirtschaft nachhaltig schaden könnte. Die Lösung für dieses Problems wäre gemäss ihm, den „Lock-down“ früh aufzuheben und das Leben normal fortzusetzen. Das könnte aber extrem viele Menschenleben kosten. Romer kritisiert Trumps System scharf. Er findet, die USA benütze ein komplett falsches System zur Kontrolle des Corona-Ausbruchs. Deshalb hat er ein neues entwickelt. Dieses sollte Wirtschaft und Gesundheit schützen. Es besagt, dass man mehr Tests gratis zur Verfügung stellen sollte. Man soll viel testen. Nur gibt es damit ein Problem. In den USA gibt es bisher nur 180 Testgeräte. Für Romers Formel benötigte man aber 5000. Das wäre sehr teuer. Die Kosten würden sich aber ausgleichen mit den Einsparungen durch eine frühere Aufhebung des „Lock-downs“. Diese Strategie macht zwar durch und durch Sinn. Ich würde aber den „lock down“ nicht beenden, bevor die Spitäler die Situation im Griff haben. Dazu braucht es ausreichend Desinfektionsmittel, Schutzkleidung, Testmaterial, Beatmungsgeräte, medizinisches Personal und Spitalbetten. Die sind aber begrenzt und die Nachfrage ist gross. Auch an das hat Romer gedacht. Er sagt, man sollte die Produktion für diese Notwendigkeiten, ähnlich wie nach Pearl Harbor, beschleunigen. Nach Pearl Harbor wurde in allen möglichen Fabriken nur noch Kriegsausrüstung produziert. Man müsste überall, wo es möglich ist, medizinische Ausrüstung produzieren.

Ein viel diskutiertes Problem sind die Kinder. Sie zeigen keine Symptome, aber könnten Träger des Virus sein. Wenn die einfach so in die Schule gehen und ihre Kollegen und Kolleginnen anstecken, die dann ihre Eltern anstecken, welche noch einmal Leute anstecken, ist das ungünstig. Die Kinder wissen unter Umständen gar nicht, dass sie krank sind. Zum Glück hat sich die Bildungsdirektion dazu auch schon Gedanken gemacht, wie ein Sprecher in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger bekannt gegeben hat.3 Dabei sind sie auf verschiedene Ideen gekommen. Zum Beispiel haben sie sich überlegt, dass man vielleicht den Präsenzunterricht auf einmal pro Woche beschränken könnte und zwar in Halbklassen. Wenn die Geschäfte aber wieder geöffnet wären, wären viele Kinder unbetreut. Für mich und sehr wahrscheinlich alle meine Freunde wäre das nicht besonders schlimm. Aber für jüngere Kinder wäre dies vielleicht problematisch. Falls ein Wiedereintritt in die Schule so ähnlich aussehen sollte, vermute ich, dass es entsprechende Regelungen zu den Öffnungs- oder Arbeitszeiten geben müsste. Diese sollten dann mit den Schulzeiten übereinstimmen. Aber das wird man wohl kaum hinkriegen.

Die Exit-Strategie könnte vielleicht Elemente der Schilderungen von oben enthalten. Es wird vermutlich ein Zusammenspiel von verschiedenen Massnahmen sein. Allenfalls werden einfach immer mehr und mehr Dinge erlaubt sein. Vielleicht darf man wieder Veranstaltungen ab 50, dann ab 100, dann ab 150 Personen etc. durchführen. Man müsste auch andere Elemente von weiteren Strategien hineinnehmen, über die ich hier jetzt nicht berichtet habe. Diskutiert wird zum Beispiel die Pflicht, Masken zu tragen, wie in Österreich, oder auch die Überwachung der Bewegungen der Menschen über das Handy und die strickte Isolation, sobald jemand mit einer erkrankten Person in Kontakt kam. Die Überwachung über das Handy fände ich ziemlich einschneidend und einen Eingriff in unsere Privatsphäre. Für mich ist logischerweise am bedeutendsten, wie es mit der Schule weiter gehen wird.

Wie profitieren grosse Firmen vom Coronavirus?

Von Damian Lengwiler (1c)

Das Coronavirus, eine sehr ernste Sache. Zehntausende von Toten, Hunderttausende von Infizierten wird es geben, da ist es doch unvorstellbar, dass so etwas für Geld ausgenutzt wird. Dennoch schaffen es manche Leute aus dieser Lage noch zu profitieren und diese Lage auch bewusst aus zu nutzen.

Profitieren vom Coronavirus:

Natürlich nutzen nicht alle grossen Firmen die Krisensituation im Zusammenhang mit dem Coronavirus bewusst aus. Zum Beispiel ist am 24. März der Streaming Service Disney+ in allen europäischen Ländern gestartet. Somit kommen wir auch schon zum ersten Haufen von Betrieben, die wegen dem Coronavirus einen erhöhten Profit erwirtschaften können; Streaming Services. Wir kennen sie alle; Netflix, Amazon Prime, Apple TV+, Hulu, HBO+, Sky Ticket und jetzt eben auch noch Disney+. Besonders Netflix und Disney+ profitieren wahrscheinlich am meisten. Netflix wurde an einem Punkt in Europa, bzw. in der Schweiz so oft genutzt, dass man darüber diskutierte den Service vorübergehend abzuschalten. Disney+ hat es geschafft schon im Februar 29 Millionen Nutzer erreicht, eine Zahl für die Netflix 3 Jahre brauchte. Allgemein hat Disney mit dem Streaming Service schon über 100 Millionen Dollar Anfang März verdient. Mit diesen Infos können wir davon ausgehen, dass diese Unternehmen wahrscheinlich ordentlich profitieren vom Coronavirus. Aber in diesem Falle finde ich das gar nicht mal so schlimm, denn wenn es das Coronavirus nicht gäbe oder es erst später gekommen wäre, hätten diese Firmen vermutlich nicht gross anders gehandelt und jetzt kommt ihnen diese Krise einfach recht gelegen. Also diese Konzerne sind, meiner Meinung nach, moralisch nicht sehr zu verurteilen. Es gibt aber sogar einen anderen Betrieb, der den Leuten in dieser Krise helfen will: Adobe.

Nutzung des Coronavirus:

Auch wenn ich nicht denke das Disney+ oder Netflix zu verurteilen sind, weil sie ihre Produkte in dieser Zeit nicht gratis an die Leute geben, gibt es einen Konzern, der es noch besser macht. Denn Adobe gibt wirklich all ihre Produkte aus der ‘Creative Cloud’ gratis an alle Schüler und Studierende. Diese sogenannte ‘Creative Cloud’ ist übrigens nicht einmal so ein kleiner Teil von Adobes Produkten. Es ist ein Paket, das über zwei Drittel aller bezahlten Produkte Adobes enthält. Also sehen wir an Hand dieses Beispiels, dass es auch Konzerne gibt, die in dieser Zeit sogar noch grosszügiger sind.

Fazit

Klar, ich habe hier natürlich nicht alle Betriebe genannt, die die Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus bewusst oder unbewusst ausnutzen oder es sogar wie Adobe für etwas Gutes nutzen. Jedoch glaube ich, dass es genug sind um zu sehen, dass selbst in dieser schlimmer Zeit immer noch die meisten das Geld nicht über die Bevölkerung stellen und selbst wenn sie nichts gratis ans Volk geben, trotzdem ihre Moral beibehalten können.

Schule

Einschränkungen & Massnahmen
von Delia Zamboni (1c)

Seit dem 13. März hat der Bundesrat schweizweit entschieden, dass wir wegen dem Covid-19 Virus nicht mehr zur Schule gehen dürfen, da man nur noch maximal fünf Leute, ausserhalb der Familie, gleichzeitig treffen darf.

Seitdem hat sich mein Alltag stark verändert.

Normalerweise muss ich um 6:20 Uhr aufstehen, um in die Schule zu gehen, nun kann ich bis um 7:30 Uhr schlafen. Das ist ein grosser Vorteil, ich vermisse es eindeutig nicht um 6:20 Uhr aufzustehen. Normalerweise frühstücke ich nicht, da ich nicht noch früher aufstehen möchte und auch meine Familie nicht aufwecken will. Nun kann ich in Ruhe frühstücken mit meiner ganzen Familie, das taten wir sonst nur am Wochenende.

Ein anderes Problem ist auch, dass ich und meine Klassenkameraden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren. Da die öffentlichen Verkehrsmittel viele Personen transportieren und wir das vermeiden sollen, fällt auch mein Bus aus und auch die Transportmittel meiner Klassenkameraden. Nun wird empfohlen sich alleine zu bewegen, zum Beispiel mit dem Auto, Fahrrad, Motorrad oder zu Fuss. Somit wäre es etwas umständlich in die Schule zu gehen, wenn wir noch hindürften.

Darum werden wir nun nur noch online unterrichtet. Das heisst, die Lehrer schicken uns Aufträge, die wir dann zuhause lösen müssen. Deswegen bin ich viel mehr an meinem Schreibtisch und am Computer und die Bewegung fehlt mir. Um das zu kompensieren, gehe ich hin und wieder im Wald spazieren. Was mir auch fehlt ist, dass ich nicht einfach die Hand heben kann, um eine Frage zu stellen, oder meine Klassenkameraden fragen kann. Eine Frage online zu stellen ist oft zeitaufwendig.

Ich vermisse auch den direkten Kontakt zu meinen Freunden. Das Social Distancing verlangt zwei Meter Abstand zueinander und verbietet Gruppierungen, darum müssen wir, um ein bisschen zu quatschen, was wir sonst in der Schule gemacht haben, anders vorgehen. Zum Beispiel können wir uns anrufen oder andere Plattformen benutzen (Facetime, Skype, WhatsApp, Teams).

Das Mittagessen wäre in der Schule auch ein Problem, da Restaurants und Mensas schliessen mussten. Nur noch die Lebensmittelläden dürfen geöffnet bleiben, und auch dort gibt es strikte Regeln (zwei Meter Abstand halten, nur eine Person pro 10 Quadratmetern).

Es ist schon etwas komisch, nicht mehr zur Schule zu gehen, aber es hat auch gute Seiten, denn man verbringt viel mehr Zeit zuhause mit der Familie und es gibt weniger Umweltverschmutzung, da wir nicht mehr so oft Auto fahren und fliegen.

Ich hoffe, dass alle sich gut an die Regeln halten, damit wir schnell wieder unser normales Leben führen können.

«ZUSAMMEN SCHAFFEN WIR DAS!»

Corona und Ich

von Dunja Kind (1c)

Als das Coronavirus das erste Mal ein Thema wurde, war ich nicht davon überzeugt, dass es jemals zu uns in die Schweiz kommen würde und unser System komplett lahmlegen würde. Jetzt ist genau das passiert, es ist eine spannende Phase der Weltgeschichte. Am Anfang hoffte ich die ganze Zeit, dass die Schulen schliessen würden Allerdings muss ich sagen, dass ich mit meiner Meinung, die ich noch vor 2 Wochen vertreten habe, nicht mehr ganz einverstanden bin. Denn natürlich ist es sehr spannend beobachten zu können, wie sich die Gesellschaft in so einer Notsituation verhält, aber ich vermisse die Öffentlichen Geschäfte und Freizeitangebote, auch meine Sportkurse fehlen mir sehr. Zum Glück sind nicht alle meine Sportaktivitäten, die ich normalerweise unter der Woche ausführen würde, allzu aufwändig, so dass ich sie auch zu Hause, wenn auch eingeschränkt, weiter ausüben kann.

Der erste Coronafall in der Schweiz wurde am 24. Februar 2020 im Tessin festgestellt. Das Coronavirus war aber auch schon vorher ein Thema, da man immer wieder Artikel darüber im Internet oder in der Zeitung lesen konnte. Am Morgen im Zug diskutierte ich oft mit Kollegen und Kolleginnen darüber, was jetzt genau am Passieren wäre und wie man damit umgehen solle. Oft wünschten wir uns, dass es auch einen Coronafall in der Schweiz geben würde, da wir hofften, dass dann die Schulen geschlossen würden wie in China. Jeden Tag wenn ich und meine Kollegen im Zug sassen und die Zeitung lasen, unterhielten wir uns darüber, dass es von Tag zu Tag immer mehr Fälle gab und als dann auch noch stand, dass die Schulen im Tessin schliessen würden, machten wir uns noch mehr Hoffnungen darauf, das auch das RG seine Tore schliessen würde. Allerdings vernichteten uns die Lehrer die Hoffnung darauf schnell. Das war noch am Dienstag in der Woche, bevor wir wirklich zuhause bleiben mussten. Am Tag des grossen Entscheids, dem Freitag dem 13.3.2020, konnte sich unsere Klasse kaum mehr konzentrieren, alles drehte sich um das Thema Corona und Schulschliessung. Die Lehrer, die an diesem Nachmittag noch unterrichten mussten, hatten Schwierigkeiten uns überhaupt dazu zu bringen uns ihrem Unterricht zu widmen und unsere volle Aufmerksamkeit dem Lehrer zu schenken. Praktisch alle Kinder meiner Klasse blieben an diesem wichtigen Nachmittag noch länger in der Schule und warteten auf die Durchsage der Schuldirektorin. Sobald ich meinen ganzen Spind ausgeräumt hatte und alle Hefter und Bücher in meinen Schulrucksack hatte, bereute ich es nicht schon vorher ein paar Hefte mit nach Hause genommen zu haben. Mein Rucksack schmerzte nämlich ganz schön stark auf meinen Schultern, als ich auf den Zug rennen musste. Zuhause angekommen rief ich zuerst meine beste Freundin an, um mit ihr die Nachrichten auszutauschen. Auch sie freute sich richtig das die Schulen geschlossen wurden. Die ersten paar Tage Homeoffice waren richtig lustig, ich konnte mich selbst einteilen und hatte viel Freizeit. Dazu kam auch noch das meine beste Freundin gegenüber wohnt und sich unsere Eltern gut verstehen, darum erlaubten sie uns einander zu besuchen und miteinander zu lernen. Jedoch durfte ich meiner Familie leider nicht mehr so nahekommen, auch meine Grossmutter, die wir normalerweise regelmässig besuchten, durften wir nicht mehr sehen. Ich denke es ist sehr schwierig, gerade jetzt für ältere Personen, die vielleicht alleinstehend sind und nun nicht einmal mehr einkaufen gehen sollen, ich hoffe diese Leute haben Nachbarn oder Verwandte die ihnen regelmässig anrufen denn sonst kann ich mir gut vorstellen das man schnell einsam wird. Diese ganze Corona Sache ist sehr interessant, ich bin gespannt was für Vorgaben der Bund als nächstes herausgeben wird. Ich hoffe die Schulen können nach den Frühlingsferien wieder öffnen, denn langsam fühle ich mich wie eingesperrt.

Dialog
von Lionel Rupf (1a)

Schüler: Dieses Coronavirus! Schlimm, schlimm!

Student: Gehe ich richtig in der Annahme, dass du damit den Convid-19 meinst?

Schüler: Genau den meine ich, was machst Du so in dieser vielen freien Zeit?

Student: Freie Zeit?! Ich habe alles andere als freie Zeit.

Student: Ich sitze 8 Stunden am Tag vor meinem Computer, und das in Anwesenheit von den vielen unbeschäftigten Primarschülern. Sie sind nicht auszuhalten, vor meinem Zimmer springen sie den halben Tag lang auf einem Trampolin rum, ich hoffe morgen ist ihnen so zumute, dass sie mit diesem Schwachsinn aufhören. Und Du?

Schüler: Um acht Uhr morgens beginne ich, wenn Du dich fragst, wieso so früh, dann gebe ich die Antwort: Dann bin ich früher fertig.

Student: Das nennst Du früh? Ich beginne eine Stunde früher, wie es sich gehört. Dann höre ich mir Vorlesungen im Schnelldurchlauf an :)

Schüler: Du bringst mich aus dem Konzept, also wie gesagt um acht, dann beginne ich nach Lust und Laune mit zum Beispiel Geschichte. Auf meinem Laptop schaue ich, was ich zu tun habe. Heute steht auf dem Plan "Eine Chronik zu schreiben"

Student: Ach das waren noch Zeiten!

Schüler: Dann entscheide ich spontan, was als nächstes ansteht. Normalerweise bin ich so um 12.00 fertig, pünktlich vor dem Mittagessen. Danach kann ich machen, was mir gefällt. Was auch dazu führt, dass ich ein wenig zu viel am Mobiltelefon bin.

Student: Der reine Luxus! Wann ich anfange, weisst Du ja schon. Meine Arbeit endet so um 22:00. Ich halte es nicht für nötig grundlos Pause zu machen. Das behindert nur den Lernrhythmus.

Schüler: Ihr seid sowieso nicht ganz bei Sinnen! Ich werde nie Medizin studieren!

Student: Diese Meinung hattest du auch schon übers Gymnasium.

Schüler: Mit Dir kann man kein normales Gespräch führen, ohne dass Du dazwischenfunkst! Ich gehe!

Student: Vergiss nicht die Hände zu waschen!

Coronavirus: Wie geht es weiter? (Woche vom 30. März)
Von Jessica Löpfe (1c)

Seit fast drei Wochen sind die Schulen nun schon geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Meinungen zu dieser Massnahme sind sehr verschieden. Manche halten es für überflüssig, andere wieder rum sind der Meinung, die Schulschliessung sei erst viel zu spät angeordnet worden. Klar ist jedenfalls, dass wir Schüler nicht einfach aufhören können, etwas zu lernen. Darum hat sich der Bund entschieden, die Schüler zu Hause mit Fernunterich zu beschäftigen. Wie genau dieser Onlineunterricht umgesetzt wird, unterscheidet sich von Schule zu Schule. Einige halten sich noch immer an den Stundenplan und die Lehrer bringen den Schülern den Stoff über Videochat bei, in anderen Schulen wird mehr Wert auf die Steigerung der Selbstständigkeit gesetzt. Hierbei bekommen die Kinder anfangs Woche einen Wochenplan mit Aufgaben, die zu den gegebenen Zeiten abgegeben werden müssen. Die Kinder können sich ihre Zeit also selbst einteilen. Doch ob alle Schüler so bewusst mit dieser Verantwortung umgehen können?

Organisatorische Komplikationen

Ich bin sehr froh, dass ich nicht gerade vor einer «ausschlaggebenden» Entscheidung stehe, wie es die Lehrstellensuchenden und die Gymnasiasten, die vor den Maturitätsprüfungen stehen, gerade tun. Bis jetzt wurde bestätigt, dass die Maturitätsprüfungen am RG stattfinden sollen, wie genau sie das umsetzen wollen, ist mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Schulen sollen voraussichtlich bis nach den Frühlingsferien geschlossen bleiben. Doch niemand kann mir mit Sicherheit die Frage beantworten, ob die Schulen vielleicht doch erst nach den Sommerferien geöffnet werden, oder sogar noch später.

Als die Nachricht mich vor drei Tagen erreichte, dass die Promotionen für die 1.-4. Klassen dieses Jahr komplett ausfallen werden, wirft das noch mehr Fragen auf. Für mich persönlich ist es ein weiterer Hinweis darauf, dass die Schule nicht so bald wieder öffnen werden. Ich habe auch schon von Schulen gehört, die bis nach den Sommerferien geschlossen bleiben sollen, doch bei uns am RG ist es noch ziemlich ungewiss.

Auswirkungen auf die Schüler

Obwohl die Schule diese weniger intensive Zeit, auf das Lernen bezogen, uns in wichtigen Kompetenzen wie die Selbstständigkeit und die Selbstorganisation fördern will, ist diese Botschaft noch nicht bei allen angekommen. Ich habe von vielen meiner Klassenkameraden gehört, dass nur die Aufträge erledigt werden, die angegeben werden müssen. Andere Aufträge von, in ihrer Sicht, weniger relevanten Fächern werden einfach ignoriert. Viele Schüler haben auch die Taktik entwickelt, alle Aufgaben an einem einzigen Tag zu beenden. Wie fördernd ist diese Einstellung wirklich für die Bildung der Jugend? Ich bin sehr gespannt, was diese Haltung für die zukünftige Schulzeit für Auswirkungen haben wird. Aus eigener Erfahrung musste ich spüren, dass die Motivation weniger gross ist, von zu Hause aus zu arbeiten als in der Schule. Früher habe ich die Schule auch mit sozialen Kontakten verbunden, mit den Schülern als auch mit den Lehrern, doch jetzt verbringen wir ein «Schultag» nur noch am Computer.

Es ist eine schwierige Situation, in der keine «richtige» Entscheidung gefällt werden kann. Ich habe auch von eher introvertierten Kindern gehört, wie sehr sie diese Zeit geniessen und in Ruhe ihren Leidenschaften nachgehen können. Mir persönlich geht es ähnlich, ich sehe die Zeit als Erholung, versuche aber meine verbleibende Zeit möglichst produktiv zu nutzen. Die momentanen Umstände bieten auch eine Möglichkeit, Dinge zu erledigen, die wir immer verdrängt hatten.

Natürlich sind wir nicht vollständig voneinander abgeschottet, denn telefonieren funktioniert ja immer noch. Ich nutze diese Funktion nun deutlich öfter als noch vor einem Monat. Zusätzlich bin ich mir sicher, dass sich viele Leute nun noch mehr darauf freuen, wieder unbesorgt aus dem Haus gehen zu können. Durch diese Situation haben viele gelernt, ihre Freiheit und die Treffen mit Freunden noch mehr zu schätzen.

Da Kinder sehr unterschiedlich lernen, ist es schwer eine Sichtweise wieder zu geben, mit welcher die Mehrheit einverstanden ist. Manche Kinder brauchen den sozialen Kontakt mit Menschen und andere vermissen ihn weniger. Es nimmt mich sehr wunder, wie sich die Kinder entwickelt haben werden während dieser Zeit. Bleibt die Schule bis nach dem Sommer geschlossen, sind es immerhin einige Monate, in welchen vieles passieren kann. Bestimmt werden sich die Kinder nicht nur mental verändert haben, sondern auch optisch.

Eine Schulleiterin in Corona Zeiten
von Selina Reize (1c)

Frau Maier ist Schulleiterin von einer Dorfprimarschule und seit dem 13. März wurde ihre Arbeit auf den Kopf gestellt. Das Ironische an der ganzen Sache ist, dass der Bundesrat genau am Freitag dem 13. die Schulen wegen des Coronavirus schloss. Wer abergläubisch ist, könnte dies als schlechtes Zeichen werten.

Über das Wochenende schrieb sie ein Mail an Eltern, Schüler und Schülerinnen sowie an das Lehrerkollegium. Am Montag und Dienstag nach dem Wochenende, hatten die Schüler und Schülerinnen frei, weil die Lehrerschaft ein Online-Seminar zum Fernunterricht hatte.

Die Schulleiterin muss auch schauen, dass die Schüler und Schülerinnen zu Hause einen guten Arbeitsplatz haben und wenn dies nicht so ist, gehört es zu ihrem Beruf, eine Lösung zu finden.

Am Mittwochmorgen beginnt der Fernunterricht. Frau Maier sitzt vor ihrem Computer und lädt die ersten Aufgaben hoch, da sie selbst das Fach Deutsch unterrichtet. Sie plante Aufträge ein, die die Kinder gut bearbeiten können, wie z.B. einen Lektüreauftrag oder Grammatik, die die Schüler zu Hause lesen und danach Übungen dazu lösen sollen. Als Lehrperson muss man sich beim Fernunterricht auf die Schüler und Schülerinnen verlassen können, in der Hinsicht, dass diese ihre Arbeiten rechtzeitig abgeben und sich das Voci und die Theorie einprägen. Diejenigen, die mit dem Lernen nachlassen, haben im nächsten Semester ein Problem, da im Unterricht immer auf vergangenem Stoff aufgebaut wird.

Frau Maier ist Mutter von zwei Kindern und muss sich deshalb gut organisieren, damit sie ihren 9- und 11-jährigen Knaben helfen kann. Wie bei anderen Familien in dieser Situation, ist es auch bei Frau Maier und ihrer Familie ein Thema, wie sie die Arbeit und das Privatleben aneinander vorbeibringen. Ihr Mann, dem ein Restaurant gehört, musste dieses auf Anordnung des Bundesrats schliessen. Deswegen kann er nun für seine Kinder da sein. Allerdings musste er einen Kredit aufnehmen, der wieder zurückbezahlt werden muss. Frau Maier verdient recht gut als Schulleiterin und deshalb sollte es möglich sein, für eine kurze Zeit über die Runden zu kommen. Falls es länger so weiter gehen würde, müssten sie eine andere Lösung finden.

In den nächsten Wochen hat Frau Maier viel zu tun, sogar mehr als sonst. Am Abend schaut sie die Tagesschau, um auf dem neusten Stand zu sein. Dementsprechend informiert sie alle Betroffenen. Mit den Schülern und Schülerinnen macht sie einmal pro Woche eine Videokonferenz, damit sie weiss, wie es ihnen geht und diese wieder andere bekannte Gesichter sehen. Zudem korrigiert sie die abgegebenen Arbeiten und tüftelt neue Ideen aus, was für eine Aufgabe als nächstes gestellt werden könnte.

Quarantäne
von Marco Glanzmann (1c)

Das Wort «Quarantäne» habe ich vor der Coronakrise nur selten gehört und das auch nur, weil mein Vater sich in der Tiermedizin auskennt. Dort unterscheidet man oft Quarantänen verschiedenen Grades, die vor allem den Tierverkehr eindämmen sollen. Oder zum Beispiel ein Hund, der aus Serbien (=Tollwutrisikogebiet) nicht genügend geimpft einreisen will und am Flughafen erwischt wird. Er muss drei Wochen in die Quarantäne im Flughafen. Der Grenztierarzt prüft in dieser Zeit die Antikörperwerte und gibt ihn bei Erfüllen der Mindestmengen frei, dies, um primär die Menschen vor einer tierischen Krankheit zu schützen.

Ähnlich und doch ganz anders präsentiert sich die Situation beim Sars-Cov19. Viele Leute, vor allem natürlich die Infizierten und die, die mit Infizierten Kontakt hatten, müssen, oder wollen, in Quarantäne, um andere zu schützen. Im Moment empfiehlt das BAG, man soll die Selbstquarantäne erst 10 Tag, nachdem man keine Krankheitssymptome mehr verspürt, aufheben.

Der Bundesrat hat entschieden, die Schulen und die meisten Geschäfte (ausser Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien) zu schliessen, um voll auf «Social Distancing» umzuschalten. Doch was ist besser? So, wie wir es machen, oder so wie die Schweden, die eine «Herdenimmunität» erreichen wollen?

Viele ältere Leute machen auch eine Selbst-Isolation, auch wenn sie nicht erkrankt sind, da das Coronavirus vor allem für ältere Leute gefährlich ist. So macht es auch meine Grossmutter Silvia Glanzmann aus Wallisellen. Deshalb möchte ich mit ihr ein Interview führen:

M: Seit wann achtest du schon darauf, nicht zu oft aus dem Haus zu gehen?

S: Ich versuche schon seit etwa dem 17. März nur noch für das Nötigste hinauszugehen.

M: Würdest du es gut finden, wenn alle Leute zu Hause bleiben müssten?

S: Die Leute sollten ja möglichst zu Hause bleiben, ausser einem Spaziergang, Einkauf, Apotheken oder Arztbesuch

M: Denkst du, es wird noch eine Ausgangssperre geben?

S: Ich denke, wenn alle die notwendigen Vorschriften einhalten, kann es ohne Ausgangssperre gehen.

M: Wie erledigst du die Einkäufe?

S: Die Einkäufe werden mir vor die Türe gestellt.

M: Was denkst du, wie lange dauert die Coronakrise noch?

S: Sehr schwer vorauszusagen. Ich rechne mit mehreren Wochen.