Am 23. und 24. Januar erfüllten Klänge von Schubert und Mozart die reformierten Kirchen Küsnacht und Witikon.
Die Zuschauer erlebten ein fulminantes Zusammenspiel des Kammerchors, der Solisten Martina Fausch (Sopran), Bettina Weder (Alt) Bernhard Hunziker (Tenor) und Christian Villiger (Bass) und dem bekannten Orchester Capriccio aus Basel. Dieses spielte auf historischen Instrumenten mit dem Stimmton a=430 Hz. Dem Konzert ging eine intensive Probenarbeit voraus, da die Werke eher schwierig und anspruchsvoll waren. Oft probten wir gar bis in den späten Abend hinein.
Zu Beginn des Konzerts erklang die von Franz Schu¬bert geschriebene Messe in G-Dur. Sie entstand im März 1815 in nur sechs Tagen. Danach folgte das sehr gefühlvolle „Salve Regina“ in A, welches für Schubert einen persönlichen Wert hatte. Darin konnte sich der Solosopran von allen Facetten und mit vielen glasklaren Koloraturen zeigen. Den Abschluss bildete die festlich frohe Vesperae de Dominica von Mozart.
Unterstützt wurde der aus ca. 50 Mitgliedern bestehende Kammerchor zusätzlich von einigen Ehemaligen und Lehrern. Der Kammerchor trifft sich wöchentlich um zu proben, wobei viel Wert auf Stimmbildung und die Qualität des Notentextes gelegt wird. Trotz strenger Arbeit bleibt in den Proben immer Platz für gute Stimmung und wichtige Kontakte über die Klassengrenzen hinweg. Jedenfalls verlassen spät abends, wenn das Schulhaus schon total verwaist ist, immer ein paar fröhlich Singende den 3. Stock.
Dass Kammerchor-Mitglieder regelmässig ein namhaftes Opfer an Freizeit und einen überdurchschnittlichen Einsatz leisten, sieht man schon daran, dass viele Schülerinnen und Schüler jeden Freitag oft erst nach 1-2 Freistunden den Chor um 16 Uhr besuchen können. Statt das Wochenende schon um 14 Uhr anzutreten, ist da immer eine mehr oder weniger mühevolle Warterei angesagt.
Die tollen Konzerte entschädigen aber mal für mal für die Mühen; vergessen ist „Not und Pein“ unter dem Applaus der oft staunenden Zuhörenden. Die neue CD-Aufnahme beweist es: Wir waren wirklich gut, der Funke sprang ins Publikum.